• 07.01.2010, 12:36:28
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Stöger: 94 Prozent der Bevölkerung sind mit Gesundheitssystem zufrieden und erwarten weiterhin staatliche Finanzierung

Ständige Weiterentwicklung für bestmögliche Versorgung

Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger gab eine Studie
zur Erhebung der Zufriedenheit der Österreicherinnen und Österreicher
mit dem Gesundheitssystem in Auftrag, deren Ergebnisse er heute,
Donnerstag, gemeinsam mit Prof. Peter Filzmaier präsentierte. "Die
zentrale Aussage ist, dass dem österreichischen Gesundheitssystem
eine hohe Qualität zugeschrieben wird. 94 Prozent der Menschen sind
mit dem Gesundheitssystem zufrieden", so Stöger. Davon seien 63
Prozent sehr zufrieden, 31 Prozent zufrieden. Deutlich war das
Ergebnis zur Finanzierung des Gesundheitswesens: Ein klares
Bekenntnis der Bevölkerung zur staatlichen Finanzierung des
Gesundheitssystems. ****

Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass das Gesundheitssystem
als wichtige öffentliche Aufgabe gesehen werden und daher vom Staat
gestärkt werden müsse. Die dafür eingesetzten finanziellen Mittel
sollten effizient eingesetzt werden. Sowohl die Erfüllung der
Gesundheitsleistungen als auch die Anhebung des Sparpotentials z.B.
in der Verwaltung wurden im Kassensanierungspaket umgesetzt. "Aufgabe
ist es, eine bestmögliche Gesundheitsleistung für alle zu erreichen",
so Stöger.

Für die Menschen sei gerade in Zeiten der Krise eine gesicherte
Gesundheitsversorgung von enormer Bedeutung. "Meine Aufgabe ist es,
gerade auch jetzt, Stabilität zu geben und die Gesundheitsversorgung
zu sichern", so der Gesundheitsminister. Entscheidend für die hohe
Qualität sei die konstruktive Zusammenarbeit mit allen beteiligten
Gruppen, also Ärzten, Apothekern, Politik etc.

Hauptinformationsquelle ist das Internet

Erstmals entnehmen die Menschen die meisten Informationen über
Gesundheitsfragen dem Internet - es ist laut Studie die wichtigste
Informationsquelle. Die vertrauenswürdigste Quelle hingegen seien die
Haus- und Fachärzte. "Es ist eine Herausforderung der
gesundheitspolitischen Akteure, Wege zu finden, wie die
Informationsquellen mit höherer Glaubwürdigkeit und die meist
genutzte Quellen zusammengeführt werden", so Filzmaier. Daran werde
bereits gearbeitet. Handlungsbedarf gibt es auch bei den Wartezeiten
- sei es auf einen Operationstermin oder im Sinne von Zeit, die sich
der Arzt für den Patienten nimmt. Hier erwarten sich die Österreicher
noch eine Verbesserung.

Prof. Peter Filzmaier ging in der Präsentation der Studie näher
auf deren Ergebnisse ein und fand besonders bemerkenswert, dass
Personen mit Krankenhausaufenthalt diese Einrichtungen positiver
bewerteten als jene ohne diese Erfahrung. Die Österreicher empfinden
das Gesundheitssystem im Vergleich zu europäischen Ländern als
besser. Bei allen Ergebnissen spielte eine Zusatzversicherung kaum
eine Rolle.

"Ich stehe dafür, die bestmögliche Gesundheitsversorgung für
unsere Bevölkerung zu ermöglichen, daher wollen wir auch wissen, was
sich die Menschen erwarten, wie sie unser Gesundheitswesen
wahrnehmen. Wir werden diese Informationen regelmäßig abrufen, denn
ein gutes Gesundheitssystem muss stetig weiterentwickelt und
ausgebaut werden", betonte Alois Stöger abschließend. (Schluss) bj

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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