- 01.01.2010, 11:50:11
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Umweltminister Berlakovich zieht Bilanz über die Unwetter 2009: Rund 200 schwere Unwetter - 200 Millionen Euro Schaden
1655 Schutzprojekte realisiert - 160 Millionen Euro für Schutzprojekte investiert
Wien (OTS) - "2009 gab es in Österreich über 200 schwere Unwetter
- darunter auch das dramatische Hochwasser Ende Juni. Insgesamt
beträgt die Schadenssumme rund 200 Millionen Euro. Am stärksten von
Unwetter betroffen waren 2009 Niederösterreich mit einem Schaden von
insgesamt rund 95 Millionen Euro und Steiermark mit einem Schaden in
der Höhe von knapp 80 Millionen Euro", zieht Umweltminister Niki
Berlakovich Bilanz über die Unwetter des Jahres 2009.
Aufgrund des schneereichen Winters 2008/2009 gab es heuer auch
mehr Lawinenereignisse mit Schadensmeldungen. Auch die Anzahl der
kleinräumigen Unwetter ist im Vergleich zu 2008 von 66 auf 104
Ereignisse angestiegen. Davon kam es in einigen Fällen zu
Überflutungs- und Hagelschäden. Die Hagelereignisse sind aber im
Allgemeinen 2009 zurückgegangen.
"Österreich - insbesondere der österreichische Alpenraum - ist von
den Folgen des Klimawandels mehr als jede andere Region in Europa
betroffen. Die Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie
katastrophalen Hochwasserereignissen nimmt signifikant zu. Der Schutz
der Bevölkerung vor Naturgefahren ist eine immer wichtiger werdende
Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir investieren daher
laufend in neue Projekte. Nur so können die erforderlichen Maßnahmen
so rasch wie möglich umgesetzt werden, die zum Schutz der Menschen
und vor wirtschaftlichen Schäden notwendig sind", so der Minister
weiter.
2009 wurden 1655 Schutzprojekte und -maßnahmen errichtet bzw.
begonnen. 752 waren dabei Projekte für den Hochwasserschutz, davon
237 Großprojekte. Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat 2009 898
Schutzprojekte erfolgreich umgesetzt. Weiters wurden 35
Schutzwald-Projekte realisiert. Allein der Bund hat für all diese
Projekte 2009 Mittel in der Höhe von über 160 Millionen Euro in den
Schutz vor Naturgefahren investiert.
"Wir werden auch 2010 an der Umsetzung noch ausstehender Projekte
intensiv arbeiten. Gleichzeitig muss aber auch klar sein, dass trotz
technischer Schutzmaßnahmen kein hundertprozentiger Schutz bestehen
kann. Um das Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und
die Eigeninitiative zu fördern, starten wir 2010 mit einer breit
angelegten Bewusstseinskampagne zum Thema 'Schutz vor
Naturgefahren'", so Berlakovich.
Um die Maßnahmen noch besser aufeinander abzustimmen, wurde - nach
eingehender Prüfung verschiedener Optimierungsmöglichkeiten - eine
Stabstelle beim Generalsekretär im Lebensministerium eingerichtet.
"Der Bundeswasserbau (von den Ländern organisiert) und die Wildbach-
und Lawinenverbauung (eine Dienststelle des Lebensministeriums)
werden dadurch zu einer noch schlagkräftigeren Einheit zum Schutz
unserer Bevölkerung, ihres Lebens- und Wirtschaftsraumes", gibt sich
der Minister sichtlich stolz. "Damit ist aber auch die
Privatisierungs- und Verländerungsdiskussion rund um die Wildbach-
und Lawinenverbauung vom Tisch", stellt Berlakovich abschließend
klar.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/41
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