• 30.12.2009, 12:25:38
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Abbruch Wiener Südbahnhof ab Jänner

Bahnhofsareal und WIPARK Garage werden am 04. Jänner 2010 der Abbruchfirma übergeben, die hier bis Mitte 2010 rund 225.000 m3 Material abtragen wird.

Wien (OTS) - Seit Ende der Fünfziger Jahre kamen am Südbahnhof
täglich zehntausende Fahrgäste der Süd- und der Ostbahn an. Mit
Fahrplanwechsel am 13. Dezember wurde die gemeinsame Eingangshalle
der beiden Kopfbahnhöfe gesperrt. Der Bahnhof Wien Meidling hat
teilweise die Funktion des Südbahnhofes übernommen, die Provisorien
haben ihren Betrieb aufgenommen. Im Jänner beginnen nun die
Abbrucharbeiten - der Bahnhof macht Platz für das neue Stadtviertel
des Gesamtprojektes Hauptbahnhof Wien. Das Gebäude des neuen
Hauptbahnhofes rückt zum Südtiroler Platz.

Ab Anfang Jänner werden die alten Bahnhofsgebäude von
Einrichtungsgegenständen und Müll geräumt. Sämtliche Ver- und
Entsorgungsleitungen, Fenster, Türen, Trennwände und Fassadenteile
werden ausgebaut, bevor hydraulische Abbruchscheren das Betonskelett
Geschoß für Geschoß abbrechen. Etwa 225.000m3 Material wird insgesamt
abgetragen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte des Jahres
2010.

Ca. 80.000m3 Betonabbruch wird am Areal eingesetzt:
Die sortenreine Trennung der gewonnenen Wertstoffe und die
Aufbereitung der wiedereinbaufähigen Stoffe werden direkt im Areal
vorgenommen. Der Abtransport des verwertbaren Bodenaushubmaterials
erfolgt mit der Bahn. Rund 35 Prozent des Abtragmaterials, die
Betonabbruchmassen, werden vorerst am Planungsgebiet auf eigenen
Baumassenlogistikflächen zwischengelagert um dann in einer mobilen
Brecher- und Siebanlage in einer Halle am Gelände zerkleinert und vor
Ort für Schüttungen verwendet zu werden. Der Großteil des
abzutragenden Materials sind rezyklierbare Wertstoffe wie Metalle,
Holz und Glas, die in speziellen Anlagen wiederaufbereitet werden.
Etwa ein Zehntel sind zu deponierende Stoffe, die in spezielle
Deponien gebracht werden.

Die Herausforderung - der Abtrag der Bunkeranlage:
Der Abtrag der unterirdischen Bunkeranlage unter dem Ostbahnhof ist
mit seinen bis zu drei Meter dicken Wänden eine Herausforderung und
wird voraussichtlich im April gestartet. Um den Abtrag zu
erleichtern, wird durch Schneiden des Stahlbetons die Bewehrung
getrennt. Der Betonabtrag erfolgt dann mit fünf Tonnen schweren
Abbruchhämmern.

Schutzmaßnahmen für Anrainer und Fahrgäste:
Um der möglichen Staub- und Lärmbelästigung für Anrainer und
Fahrgäste vorzubeugen, setzt die Baufirma eine Reihe von
Schutzmaßnahmen. So werden zum Beispiel Vernebelungsanlagen und
Wasserverdüsung gegen Staubbelästigung installiert, die Brecheranlage
ist eingehaust und es werden ausschließlich lärmarme, abgasgenormte
Baumaschinen und Transportfahrzeuge eingesetzt. Bei der
Baustellenzufahrt wird im Rahmen der Aus- und Einfahrtskontrolle eine
mobile Reifenwaschanlage aufgestellt. Die Arbeiten werden unter
größtmöglicher Rücksichtnahme für die Anrainer und Fahrgäste
durchgeführt.

Provisorien - Südbahnhof (Ostbahn) und Südbahnhof (S-Bahn):
An der Ostseite des Südbahnhofes verkehren noch Züge. Dazu wurden die
Bahnsteige um etwa 150 Meter verkürzt. Mit dem Fahrplanwechsel am 13.
Dezember wurde der Betrieb am provisorischen Ostbahnhof an der
Arsenalstraße aufgenommen. Hier ist der Halt für Züge der S60, S80
sowie für den Nah- und Regionalverkehr der Ostbahn. Die
S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien Meidling und Wien Floridsdorf ist
während der gesamten Bauarbeiten in Betrieb. Die Station Südbahnhof
(S-Bahn) hat provisorische Aufgänge im Schweizer Garten. Die Lifte
der Station werden am 25. Jänner in Betrieb genommen.

Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG Konzernkommunikation
Mag. Alexandra Kastner, Pressesprecherin,
Tel.: +43 1 93000 33617
mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/140

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