- 29.12.2009, 10:16:40
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Die Heilsarmee: Forderungen zur Armutsbekämpfung
Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung unterstreicht die Relevanz der brisanten Thematik
Wien (OTS) - Die Heilsarmee verschreibt sich in Österreich seit
über 80 Jahren dem "Kampf gegen die Armut". Mit dem Jahreswechsel
läutet die Europäische Kommission das Europäische Jahr zur Bekämpfung
von Armut und sozialer Ausgrenzung ein. Ein deutliches Signal, dass
die Armutsbekämpfung auch von überregionaler Wichtigkeit ist.
Vor diesem Hintergrund stellt die Heilsarmee Österreich folgende
Forderungen:
- Entstigmatisierung: Es muss transparent gemacht werden, dass
Armut jede/n treffen kann. "In unserer täglichen Arbeit erleben wir
es immer wieder, dass die Armut vor keinem Menschen Halt macht. Armut
ist keine Schande aber Anlass zum Handeln, das gilt es bereits in der
Schule zu vermitteln.", so Hans-Marcel Leber, Geschäftsführer der
Heilsarmee Österreich. Die gesellschaftliche Stigmatisierung belastet
die Betroffenen noch zusätzlich, daher versucht die Heilsarmee, ihren
Klienten ihr Selbstbewusstsein zurückzugeben und sie auf ihrem
steinigen Weg aus der Armutsfalle zu begleiten.
- Bedarfsorientierte Mindestsicherung: Die Heilsarmee fordert, die
Höhe der bedarfsorientierten Mindestsicherung nochmals zu überdenken.
Auch gilt es die sinnlose Behauptung, die bedarfsorientierte
Mindestsicherung lade zum Nichtstun ein, zu entkräften. Die
Arbeitslosigkeit wird nicht abnehmen, sondern zunehmen. Als primäres
Ziel sieht die Heilsarmee die gerechtere Verteilung von
Lebenschancen. Eine faire Umverteilung durch Steuern und Abgaben kann
dazu beitragen.
- Wohnen: "Wohnen als Grundbedürfnis muss für alle leistbar sein,
der soziale Wohnbau muss verstärkt gefördert werden.", so Leber.
- Bewusstseinsänderungen: Die Heilsarmee möchte das Bewusstsein
für Armut schärfen. "Jede/r einzelne sollte sich bewusst sein, dass
auch sie bzw. er etwas zum Kampf gegen die Armut beitragen kann. Wenn
wir alle nur die Augen verschließen, wird sich nichts ändern. Oftmals
sind es aber schon kleine Gesten, die viel verändern können.", so
Leber. Die Heilsarmee Österreich ist auch immer auf der Suche nach
ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Rund um das Europäische Jahr der Armut möchte die Heilsarmee
Österreich noch mehr die öffentliche Diskussion suchen. So sind 2010
etwa Diskussionsveranstaltungen für die Fach-Community geplant.
Die Heilsarmee - seit über 80 Jahren in Österreich
Die Heilsarmee ist eine Hilfsorganisation und christliche
Glaubensbewegung, die in ihrem "Kampf gegen die Armut" in weltweit
118 Ländern Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. In
Österreich wurde die Heilsarmee 1927 gegründet. Die Hilfsorganisation
bietet in Österreich eine breite Palette an Hilfeleistungen und
sozialen Einrichtungen wie Männerwohnheim, Betreutes Wohnen,
Gefangenenseelsorge und Wohnungslosenarbeit.
Das Salztorzentrum, Männerwohnheim im zweiten Wiener Gemeindebezirk,
feierte im September dieses Jahres zehnjähriges Bestehen. Betreutes
Wohnen wird seit nun mehr 20 Jahren angeboten. Die neue sozial
betreute Wohnhausanlage Haus Erna wird im Herbst 2010 eröffnet.
Rückfragehinweis:
Mag. Stefanie Höring, MAS (PR) Head of Corporate Communications Heilsarmee Österreich Telefon +43 1 214 48 30 32 Mobil +43 664 207 23 66 Mailto: [email protected] Web: www.heilsarmee.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10105
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