- 28.12.2009, 16:49:45
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Mitterlehner schickt Einspeisetarif-Verordnung zu Ökostrom in Begutachtung
Basis für die Tarife sind Gutachten von Energieagentur und E-Control - Vorgeschlagene Tarife für Ökostrom-Technologien ermöglichen effiziente Investitionen
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Energieminister Reinhold
Mitterlehner hat heute, Montag, die Einspeisetarif-Verordnung für den
Ökostrom in Begutachtung geschickt. Die Einspeisetarife basieren auf
Gutachten der Österreichischen Energieagentur und der E-Control und
berücksichtigen die Beratungen der Experten des Elektrizitätsbeirates
vom 23. Dezember 2009.
In den beiden Gutachten wurden die durchschnittlichen
Produktionskosten von kosteneffizienten Anlagen ermittelt. Dadurch
ist ein realistisches Bild entstanden, bei welchen Erzeugungsarten
Änderungen nötig sind, damit weiterhin ein Anreiz besteht die
jeweiligen Ökostrom-Technologien weiterzuentwickeln. Gleichzeitig
wurde darauf Bedacht genommen, dass keine unnötigen Zusatzkosten für
Haushalte, Gewerbe und Industrie entstehen.
Die Verordnung wird zwei Wochen lang in Begutachtung sein und wird
wie in den Vorjahren rückwirkend erlassen werden. Dazu ist das
Einvernehmen mit dem Sozialminister und dem Umweltminister notwendig.
Die vorgeschlagenen Ökostrom-Tarife im Überblick:
Künftig sollen etwa die Windkraft-Tarife deutlich erhöht werden -
konkret von 7,53 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 9,4 Cent - damit
ein rascher Anlagen-Ausbau an geeigneten Standorten stattfinden kann.
Bei der Photovoltaik soll erstmals ein Schwerpunkt auf
gebäudeintegrierte Projekte gelegt werden, die energiewirtschaftlich
sinnvoller sind als Anlagen auf Freiflächen. Bei gebäudeintegrierten
Projekten mit einer Spitzenleistung zwischen fünf und 20 Kilowatt
soll die Kilowattstunde mit 38 Cent gefördert werden, für größere
Anlagen gibt es 33 Cent pro kWh. Für die Abnahme elektrischer Energie
aus Photovoltaikanlagen auf Freiflächen mit einer Leistung zwischen
fünf und 20 Kilowatt soll der Tarif bei 35 Cent pro kWh liegen.
Darüber sind 25 Cent pro kWh geplant.
Bei der Biomasse (z.B. Hackschnitzel- und Pellets-Anlagen) soll es
künftig sieben statt vier Klassen geben, um die vielen verschiedenen
Leistungsstärken der Anlagen stärker zu berücksichtigen. Die
Einspeisetarife sollen je nach Anlagengröße zwischen zehn und 14,98
Cent pro kWh liegen. Hier werden aber noch weitere Verbesserungen für
Investoren im Rahmen der neuen Energiestrategie diskutiert.
Im Bereich Biogas ist geplant, die Tarifklassen von fünf auf drei zu
reduzieren. Künftig sollen die Tarife je nach Anlagengröße zwischen
13 und 18,5 Cent pro kWh liegen. Zudem wird aber ein beträchtlicher
Teil der neuen Biogas-Anlagen von einem Bonus über zwei Cent pro kWh
für die Nutzung von Abwärme profitieren. Dieser Zuschlag wurde
bereits im Ökostromgesetz festgelegt.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Sprecherin des Ministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: (01) 711 00-5108, Mobil: +43 664 813 18 34 Ministerbüro: Mag. Volker Hollenstein Tel.: (01) 711 00-5193 Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130, mailto:[email protected] Internet: http://www.bmwfj.gv.at
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