Universität Wien: Audimax über Weihnachten geschlossen
Wegen steigender Gefahren unvermeidbar
Wien (OTS) - Heute am frühen Morgen musste das Audimax im
Hauptgebäude geschlossen werden. Die Sicherheitslage, insbesondere in
den Nächten, machte die Schließung des Hauptgebäudes und des
nahegelegenen Neuen Institutsgebäudes unumgänglich. Die Schließung
erfolgte, so wie auch bei den anderen Hörsälen, am Beginn der
vorlesungsfreien Zeit aus Anlass der Weihnachtsferien.
Gespräche brachten bisher keine Lösung - Sicherheitslage dramatisch
Die Universität Wien war seit Beginn der studentischen Proteste in
vielen unterschiedlichen Gesprächen - zuletzt am vergangenen
Wochenende - bemüht, ein freiwilliges Ende der Besetzungen und die
Wiederaufnahme eines geordneten Vorlesungsbetriebs zu erreichen.
Sicherheitsprobleme gestiegen - Weihnachten und Silvester
unkalkulierbar
Am 14.12. erfolgte die Verhaftung eines in Deutschland polizeilich
gesuchten Demonstranten, am 16.12. wurden von BesetzerInnen
Büroräumlichkeiten gewaltsam aufgebrochen. Steigender Drogenhandel
und -konsum, besonders bei "Technoparties", so am vergangenen
Wochenende, sowie anhaltende Brandschutzprobleme ließen das
Gefahrenpotenzial im Hauptgebäude der Universität Wien ständig
anwachsen. In den nächsten Tagen wäre die Sicherheitslage weiter
verschlechtert worden, nicht zuletzt wegen verschiendener Feiern und
Veranstaltungen rund um die Weihnachtsfeiertage und Silvester, die
von den BesetzerInnen angekündigt wurden. Bereits jetzt hat die
Universität rund um die Uhr einen Sicherheitsdienst im Einsatz. Trotz
hoher Professionalität der Sicherheitsteams ist die Sicherheit im
Hauptgebäude ohne Schließung nicht mehr zu gewährleisten.
Nur wenige Studierende im Audimax - Stadt Wien versorgt Obdachlose
Die anwesenden Personen wurden aufgefordert, das Audimax zu
verlassen. Alle Personen kamen dieser Aufforderung nach und verließen
freiwillig die Räumlichkeiten. Zum Zeitpunkt der Schließung waren
lediglich 15 Studierende und 80 Obdachlose anwesend.
Im Vorfeld hat die Universität Wien Kontakt mit verschiedenen
Notschlafstellen der Stadt Wien und der Caritas aufgenommen. Die
Universität Wien konnte in Kooperation mit der Exekutive erreichen,
dass die Betreuung der Obdachlosen gewährleistet ist. Die Obdachlosen
werden im P7 (Pazmanitengasse 7, 1020 Wien) von der Caritas versorgt.
Gesprächsangebot gegenüber ÖH und VertreterInnen der Protestbewegung
weiter aufrecht
Um die Themen, die am Beginn der Proteste im Vordergrund standen,
nämlich die Verbesserung der Ausstattungssituation der Universitäten
im Allgemeinen und jene der Studierenden im Besonderen weiter zu
verfolgen, bleibt das Gesprächsangebot der Universitätsleitung an
jene selbstverständlich aufrecht, die an einer konstruktiven Lösung
interessiert sind. Alle bisher diskutierten Themen, von Fragen der
Curricula bis zur Studienadministration, werden in den universitären
Organen weiter bearbeitet. Alle Studierenden und MitarbeiterInnen
sind jederzeit eingeladen, ihre Anregungen einzubringen.
Aktuelle Informationen finden Sie auf der Startseite der Universität
Wien:
http://www.univie.ac.at
Rückfragehinweis:
Mag. Cornelia Blum Universität Wien Pressesprecherin Tel.: T +43-1-4277-100 12, M +43-664-602 77-100 12 cornelia.blum@univie.ac.at www.univie.ac.at Dr. Wolfgang Feller Universität Wien Leiter Öffentlichkeitsarbeit T +43-1-4277-175 00 M +43-664-602 77-175 00 wolfgang.feller@univie.ac.at
Universität Wien
Pressesprecherin
Tel.: T +43-1-4277-100 12,
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