• 19.12.2009, 11:44:38
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Junge Industrie: Ökonomische Zukunftschance Klimapolitik nutzen

JI-Mitterbauer: Grundlegendes Umdenken bei Klimapolitik notwendig - Förderung von Energieeffizienz und F&E sinnvoll für Klima UND Standort

Wien (OTS) - "Im Interesse des Standortes ist es zu begrüßen, dass
der Klimagipfel von Kopenhagen keine weiteren freiwilligen und
einseitigen Reduktionsziele der EU gebracht hat", betonte die
Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) Mag. Dr. Therese
Mitterbauer heute, Samstag, "denn dies würde die Wettbewerbsfähigkeit
unseres Standortes massiv einschränken. Zu hohe einseitige
Klimaauflagen würden nur zu einem Abwandern von Betrieben aus der EU
in Länder mit geringeren Klimaauflagen führen: Die Folge wären der
Verlust von Arbeitsplätzen und der Import von CO2 in Form
minderwertiger Produkte, da derzeit nirgendwo mit einem geringeren
CO2-Ausstoß produziert wird, wie in Europa." In diesem Sinne wäre es
klarerweise am besten gewesen, wenn es zu einem für Alle
verbindlichen Abkommen gekommen wäre. Die Unbeweglichkeit mancher
Länder habe aber bereits im Vorfeld ein Scheitern des Klimagipfels
erwarten lassen.

Die derzeitige Klimapolitik der Hauptakteure gehe aber insgesamt
in die falsche Richtung. "Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken, um
praktikable und sinnvolle Lösungen zu finden. Sehr viel sinnvoller,
als die ohnehin beim Klimaschutz vorbildliche österreichische
Industrie mit wettbewerbsverzerrenden Auflagen zu belasten, wäre es,
massiv in Forschung und Entwicklung sowie Maßnahmen zu Steigerung der
Energieeffizienz zu investieren", betonte Mitterbauer. Durch die
Nutzung innovativer Lösungen zu Effizienzsteigerung ließe sich
Energie einsparen und gleichzeitig langfristige Arbeitsplätze
schaffen. "Österreich sollte Investitionen in diese Bereiche über
Förderungen unterstützen - derzeit sind diese viel zu gering. Es
sollte unser Anspruch sein, in diesen Bereichen das innovativste Land
zu werden", so die JI-Bundesvorsitzende.

Eine Vorreiterrolle in Sachen Energieeffizienz und 'green
technologies' biete dabei Chancen für den Klimaschutz und die
Wirtschaft: "In diesen beiden Zukunftsbranchen liegen große Chancen
für ein exportorientiertes Industrieland wie Österreich", wie
Mitterbauer betonte. Klarerweise dürfe man nicht ausschließlich auf
"grüne" Technologien setzen, um das Entstehen einer neuen Blase zu
verhindern. Investitionen in die Energieeffizienz wären doppelt
sinnvoll: "Ein effizienterer Umgang mit Energie würde sich auch
betriebswirtschaftlich rechnen, Investitionen in diesem Bereich wäre
also nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch sinnvoll", so
Mitterbauer. Die Internationale Energieagentur etwa beziffere das
weltweite Einsparungspotenzial bei den Emissionen durch Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung auf bis 40 oder 50 Prozent.

Rückfragehinweis:
Junge Industrie
Mag. Johannes Höhrhan
Tel.: +43 1 71135-2463
mailto:[email protected]
www.jungeindustrie.at

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