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OTS0036   19. Dez. 2009, 11:25

LR ANSCHOBER: Katastrophales Ergebnis des Weltklimagipfels - letzte Chance Dauerverhandlungen 2010

Auch EU ist jetzt gefragt: Die geplanten Emissionseinsparungen bis 2020 von 20% müssen massiv erhöht werden


Das Ergebnis des Weltklimagipfels von Kopenhagen
bringt einen schweren Rückschlag für den Klimaschutz in einer
historisch entscheidenden Phase: statt eines rechtsverbindlichen
Weltklimavertrages mit verbindlichen Reduktionsschritten, die eine
Trendwende zu sinkenden Emissionen ab 2015 garantieren, existiert nun
lediglich ein vages Ziel, sind keine verpflichtenden
Reduktionsschritte, keine unabhängigen Kontrollen, keine Sanktionen
im Übereinkommen enthalten. Die einzige Chance ist nun ein intensiver
Verhandlungsprozess während des gesamten Jahres 2010. Nur dadurch
besteht eine letzte Chance, das für Kinder und Kindeskinder
Notwendige noch zu tun.

Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Das Ziel, eine
Temperaturerhöhung von 2 Grad Celsius nicht zu überschreiten, ist das
einzige Ergebnis, ein richtiger und wichtiger Schritt. Aber
spätestens beim Einlangen der Einsparungsmeldungen seitens der
einzelnen Nationalstaaten wird klar werden, dass die bisher
zugesagten Emissionsverringerungen weitaus nicht ausreichen, dieses
Ziel zu erreichen. Denn die bisher angekündigten Reduktionen von
China, USA, der EU und anderer Staaten würden zu einer
Temperaturerhöhung von zumindest 3 Grad führen. Spätestens Ende
Februar wird also klar sein, dass alle ihre Anstrengungen cirka
verdoppeln müssen, damit die Temperaturerhöhung bis Ende des
Jahrhunderts nicht mehr als 2 Grad beträgt.

Es wird also ab März einen intensiven Verhandlungsmarathon geben
müssen, um ausreichende Emissionsverringerungen, eine externe
Kontrolle und einen klaren Sanktionsmechanismus zu erreichen.
Spätestens im Dezember 2010 bei der nächsten Weltklimakonferenz in
Mexiko wird ein Weltklimavertrag beschlossen werden müssen. Denn nur
dann reicht die Zeit aus, um den Ratifizierungsprozess für die
Kyoto-Nachfolgeregelung noch rechtzeitig umsetzen zu können für eine
Wirksamkeit ab 2013 - und nur dann kann es gelingen, die Trendwende
zu sinkenden globalen Emissionen noch im kommenden Jahrzehnt und
damit rechtzeitig zu schaffen."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0036 2009-12-19 11:25 191125 Dez 09 GRO0001 0305



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Rückfragehinweis: Büro Landesrat Rudi Anschober,
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at

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