• 18.12.2009, 17:30:57
  • /
  • OTS0287 OTW0287

"Pille danach": Heftige Kritik der katholischen Kirche an Freigabe

"Familien-Bischof" Küng ist "bestürzt" und erinnert daran, dass es um "einen massiven Eingriff in den Hormonhaushalt der betreffenden Frauen geht"

Wien-St.Pölten, 18.12.2009 (KAP) Die Freigabe der "Pille danach" hat
seitens der katholischen Kirche heftige Kritik ausgelöst.
"Familien-Bischof" Klaus Küng sagte am Freitag wörtlich: "Als
ausgebildeter Arzt kann ich nur mit großer Bestürzung zur Kenntnis
nehmen, dass der Gesundheitsminister trotz eines klaren Neins der
Ärztekammer die rezeptfreie Abgabe der sogenannten 'Pille danach'
für Frauen aller Altersstufen ab sofort bestimmt hat. Das ist umso
bedenklicher, als das Präparat einen massiven Eingriff in den
Hormonhaushalt der betreffenden Frauen bedeutet und zudem die Gefahr
besteht, dass wegen der leichten Erhältlichkeit vor allem junge
Mädchen bedenkenloser zu dieser Pille als regelmäßiges
Verhütungsmittel greifen werden".

Unabhängig von diesen gesundheitlichen Bedenken für die Frau
belegten Studien, dass die Wirkung der "Pille danach" nicht in allen
Fällen verhütend, sondern ab einem gewissen Moment des weiblichen
Zyklus auch frühabtreibend sein kann, betonte Bischof Küng. Er
appelliere daher dringend an alle Apotheker und Ärzte,
verantwortungsvoll zu handeln und eine besonders gründliche
Aufklärung rund um dieses Präparat zu betreiben, stellte der St.
Pöltner Diözesanbischof fest.

(forts)
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel