• 18.12.2009, 15:17:59
  • /
  • OTS0244 OTW0244

Drama im Bezirksgericht Hollabrunn: Mediatoren fordern mehr Mediation statt Kampflösungen

Wien (OTS) - Infolge der dramatischen Ereignisse im Bezirksgericht
Hollabrunn, wo eine couragierte Rechtspflegerin ihr Leben lassen
musste, fordert der Österreichische Bundesverband für Mediation, ÖBM,
die Richterschaft auf, Mediation als Konfliktlösungstool bereits im
Vorfeld vermehrt einzusetzen.

So weit darf es nicht kommen, meint Mag. Marianus Mautner,
Bundessprecher des Österreichischen Bundesverbandes für Mediation,
ÖBM, Dramen dieser Art könnten in vielen Fällen vermieden werden.
Gerade bei Scheidungen oder im Bereich der Obsorge um Kinder seien
viele Emotionen im Spiel. Wenn es hier kein Ventil gibt und die
Emotionen nicht zur Sprache kommen, erfolgen irrationale Handlungen,
die im schlimmsten Fall fatale Auswirkungen haben.

Anstatt Lösungen zu erkämpfen fordert Mautner vermehrt die
Mediation bei Familienstreitigkeiten einzusetzen. Durch Mediation
können emotional tragbare Lösungen auf Augenhöhe gefunden werden.

Mautner: "Bei Gerichtsverhandlungen ist für Emotionen kein Raum
und keine Zeit vorgesehen. Sie bleiben daher allzu oft auf der
Strecke, sodass diese Form der Konfliktlösung immer wieder an den
Bedürfnissen der Betroffnen vorbei geht." Er appelliert daher an die
Richterschaft, sich die Menschen hinter den jeweiligen Fällen genauer
anzusehen und im Bedarfsfall, bei starken Emotionen und ersten
Anzeichen von Eskalation, möglichst früh den Parteien eine Mediation
durch einen ansässigen Mediator zu empfehlen.

Mediation im Familienbereich wird in Österreich besonders
gefördert und ist einfach zu erwirken. Die Betroffenen stellen über
den Mediator einen Antrag, je nach Einkommensverhältnis werden
Mediationen durch das Bundesministerium für Familie bis zu 100
Prozent gefördert. Mehr Informationen unter www.oebm.at

Der Österreichische Bundesverband für Mediation (ÖBM) ist mit rund
2.500 qualifizierten Mitgliedern die größte Fach- und
Interessensvertretung für Mediation in Österreich und der EU. Ziel
des ÖBM ist es, Mediation als festen Bestandteil der Konfliktkultur
in die Gesellschaft zu integrieren und zur Professionalisierung der
Mediation beizutragen. Mediation hilft, zwischenmenschlichen
Problemen vorzubeugen bzw. ermöglicht eine aktive, gemeinsame
Lösungsfindung für alle Beteiligten. Bekannte Mediationsbereiche
sind: Familie, Scheidung, Schule, Umwelt, Wirtschaft, Nachbarschaft.
www.oebm.at. Kostenlose Mediations-Hotline: 0800 88 00 88

Telefonische Presse-Rückfragen am Wochenende:
Mag. Marianus Mautner, ÖBM, Handy: 0699 1507 6010
Sabine Pöhacker, comm:unications, Handy: 0664 201 40 76

Rückfragehinweis:

Österreichischer Bundesverband für Mediation (ÖBM)
   Mag. Marianus Mautner, Tel. 01/403 27 61 oder 0699 1507 6000
   mailto:[email protected], www.oebm.at
   
   comm:unications, Agentur für PR, Events & Marketing
   Sabine Pöhacker, Tel. 01/315 14 11-0
   mailto:[email protected]
   www.communications.co.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | COM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel