• 18.12.2009, 10:00:50
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GEZA begrüßt Rückkehr Aminatu Haidars

Erster Schritt der marokkanischen Regierung

Wien (OTS) - Die Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar steht
kurz vor ihrer Rückkehr in die Westsahara. Die Nachrichtenagentur AFP
berichtete, dass ein Flugzeug mit Haidar an Bord am Donnerstagabend
von Lanzarote mit dem Ziel Westsahara startete. Zuvor war Haidar die
Rückkehr in ihre Heimat von den marokkanischen Behörden mehrfach
verweigert worden. Dagegen hatte sich die aufgrund ihres friedlichen
Widerstandes auch als "Ghandi der Westsahara" bezeichnete Aktivistin
mit einem Hungerstreik gewehrt, der nun bereits einen Monat
andauerte.

"Wir begrüßen, dass die marokkanischen Behörden endlich auf den
internationalen Druck und Aminatu Haidars Hungerstreik reagiert
haben", kommentiert Andreas Balog, Geschäftsführer der GEZA
(Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH). "Es ist zu hoffen,
dass Aminatu Haidar nach ihrer Rückkehr in die besetzten Gebiete die
dringend notwendige medizinische Behandlung erhält und sie keine
bleibenden gesundheitlichen Schäden davonträgt." Gemeinsam mit der
ÖSG-Vorsitzenden und GEZA-Beirätin LR Karin Scheele, der Abgeordneten
im Europa-Parlament Ulrike Lunacek und weiteren NGOs hatte die GEZA
mehrfach die Rückkehr Haidars gefordert. Eine Kundgebung vor der
Wiener Staatsoper und ein Besuch beim marokkanischen Botschafter in
Österreich hatten der Forderung Nachdruck verliehen. "Wir erinnern
aber daran, dass sich die erst im Oktober widerrechtlich
festgenommenen sieben Menschenrechtsaktivisten nach wie vor in Haft
befinden und der Bevölkerung der Westsahara durch die Besetzung
Marokkos weiter das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt wird",
ergänzt Andreas Balog.

Hintergrund:

Die Westsahara, ehemals spanische Kolonie, wurde 1975 von Marokko
völkerrechtswidrig besetzt. Seit 1991 blockiert Marokko die
Bemühungen der UNO für ein freies und faires Referendum über die
Zukunft der Westsahara. Nach der Besetzung floh ein großer Teil der
saharauischen Bevölkerung in die Wüste Algeriens. Seit mehr als 30
Jahren leben rund 160.000 Saharauis unter prekären Bedingungen in
Flüchtlingslagern mitten in der Sahara.

Über die GEZA

Die GEZA ist eine österreichische, konfessionell unabhängige
Nichtregierungsorganisation, die sich der Entwicklungszusammenarbeit
und entwicklungspolitischen Bildungsarbeit widmet. Getreu ihrem Motto
"der Welt die Hand reichen" setzt sich die GEZA für Armutsbekämpfung,
Gesundheit, Bildung, lokale Wirtschaftsentwicklung sowie
Demokratieförderung und Menschenrechte ein. Als Gesellschafter der
GEZA ist der ASBÖ räumlich und inhaltlich stark mit der
Non-Profit-Organisation verbunden. Mehr Informationen zu den
Projekten der GEZA finden Sie auf www.geza.at

Rückfragehinweis:
Markus Widmer, Öffentlichkeitsarbeit Samariterbund
0664 844 60 19
[email protected]

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