• 18.12.2009, 09:29:11
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SoHo: Leistungen von Migrantinnen und Migranten anerkennen

Wien (OTS/SK) - Der 18. Dezember ist der Internationale Tag der
Migranten. Es ist der Jahrestag der "Internationalen Konvention zum
Schutz der Rechte aller Gastarbeiter und ihrer Familienangehörigen".
Der Gedenktag wurde im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen ins Leben
gerufen. "Gerade Migrantinnen und Migranten werden Opfer von
Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.
Der heutige Gedenktag soll uns erinnern, dagegen mit aller
Entschiedenheit vorzugehen", so Peter Traschkowitsch, Bundes- und
Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie &
Homosexualität) am Freitag. ****

"Homosexuelle MigrantInnen sind oft von Doppeldiskriminierung
betroffen: Anfeindungen in der Gesellschaft, verbale und körperliche
Gewalt von Familienmitgliedern nach einem Outing sind keine
Seltenheit, ebenso Zwangsverheiratungen. Eine Mehrfachbelastung für
die Betroffenen, die für sie oft nur schwer bis gar nicht verkraftbar
ist", betont Peter Traschkowitsch.

"Es wird nicht nur wichtig sein, Migrantenprojekte zu fördern,
sondern auch die Mehrheitsgesellschaft mehr für diese Thematik zu
sensibilisieren. So fordert die SoHo bereits seit längerer Zeit eine
österreichweite Kampagne zum Thema Fremdenfeindlichkeit, Rassismus,
Sexismus und Homophobie. Offen muss ebenso angesprochen werden, dass
Fremdenfeindlichkeit auch in der lesbischwulen Community verbreitet
ist. Auch das ist nicht einfach hinzunehmen", so Peter Traschkowitsch
weiter.

"Die Leistungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind
anzuerkennen und zu würdigen. Ohne sie würde vieles in Österreich und
europaweit stillstehen bzw. überhaupt nicht funktionieren. Daher muss
es Aufgabe der Politik sein, Migrantinnen und Migranten stärker zu
fördern. Ständig neue, strengere und für Beamte immer schwieriger zu
vollziehende Fremdengesetze auf Schiene zu bringen, wird weder die
Stimmung in der Bevölkerung verbessern, noch das Grundproblem lösen -
ganz im Gegenteil", ist Peter Traschkowitsch abschließend überzeugt.
(Schluss) up/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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