- 16.12.2009, 13:20:16
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Hundstorfer: Armutsgefährdungsrisiko auch im Krisenjahr 2008 kaum gestiegen
EU-Silc-Daten aus 2008 bestätigen, Sozialleistungen senken Armutsgefährdung
Wien (OTS/BMASK) - "Trotz der schwierigen Umstände aufgrund der
globalen Wirtschaftskrise ist die Armutsgefährdung 2008 in Österreich
kaum gestiegen", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer
Mittwoch nach Erscheinen der EU-Silc-Daten für das Jahr 2008. "Unser
Sozialstaat verhindert, dass breite Massen in die Armut abrutschen.
Ohne Sozialleistungen wäre die Armutsgefährdung dreimal so hoch, als
sie tatsächlich ist", sagte der Minister, mit dem Hinweis, dass die
Durchschnitt der EU 27 rund 17 Prozent von Armut gefährdet sind,
während in Österreich diese Quote mit 12,4 Prozent deutlich darunter
liegt. Dass rund eine Million Menschen in Österreich von Armut
gefährdet sind, sei für die Politik die Aufforderung noch mehr zum
unternehmen, um das Risiko arm zu werden zu verringern. Um unsere
Gesellschaft armutsfester zu machen, sei es von großer Bedeutung,
dass im kommenden Jahr die bedarfsorientierte Mindestsicherung
umgesetzt wird, unterstrich Hundstorfer. ****
Die wichtigste Maßnahme um Armut zu verhindern, sei aber ein
Arbeitsplatz mit einer adäquaten Entlohnung, führte der Minister
weiter aus. Im heurigen Jahr sei es mit den Maßnahmen der
Bundesregierung zur Ankurbelung der Konjunktur und zur Stabilisierung
des Arbeitsmarktes gelungen, rund 100.000 Arbeitsplätze zu sichern
oder neu zu schaffen. "Nicht zuletzt wegen den Arbeitsmarkt- und
Konjunkturpaketen konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit in
Österreich verhältnismäßig gering gehalten werden", so Hundstorfer.
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Armutsbekämpfung ist die Umsetzung
der bedarfsorientierten Mindestsicherung, die ab 1. September 2010 in
Kraft treten wird. "Sie wird zahlreiche Verbesserungen für
armutsgefährdete Haushalte bringen, wie die E-Card für alle oder den
Entfall des Regresses. Vor allem werden arbeitsfähige BezieherInnen
der Mindestsicherung wieder näher an den Arbeitsmarkt gebracht, damit
sie durch ein eigenes Einkommen wieder für sich selbst sorgen
können", sagte der Sozialminister.
Hundstorfer wies darauf hin, dass im heurigen Jahr bzw. Ende
vergangenes Jahres zahlreiche Maßnahmen umgesetzt wurden, um Menschen
mit geringen Einkommen zu unterstützen bzw. zu entlasten. So habe man
deutlich mehr Geld in den Arbeitsmarkt investiert als in den
vergangenen Jahren. Mit der Steuerreform wurde besonders bei Familien
Entlastungen gesetzt; es wurde die 13. Familienbeihilfe eingeführt;
Verbesserungen beim Kinderbetreuungsgeld wurden umgesetzt;
Rezeptgebühren wurden gedeckelt; Arbeitslosenversicherungsbeiträge
wurde für Einkommen unter 1.350 Euro gestrichen. Mit der
Pensionsanpassung in der Höhe von 1,5 Prozent konnte die Kaufkraft
der Pensionisten erhalten werden. "Wir werden im kommenden Jahr
wieder einen starken Fokus auf Arbeitsmarktpolitik legen. Darüber
hinaus zeigen die Daten von Silc, dass unser Sozialstaat weiter
ausgebaut werden muss", schloss Hundstorfer. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer , Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at
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