- 15.12.2009, 13:55:16
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Vorarlbergs Mädchen und Frauen fühlen sich fit und gesund
Mädchen- und Frauengesundheitsbericht 2009 präsentiert
Bregenz (OTS/VLK) - Aufschlussreich stellt sich der aktuelle
Vorarlberger Mädchen- und Frauengesundheitsbericht dar, der heute,
Dienstag, im Landhaus in Bregenz von Landeshauptmann Herbert
Sausgruber, Gesundheitsreferent Landesstatthalter Markus Wallner und
Frauenlandesrätin Greti Schmid vorgestellt wurde. Die Lebenserwartung
von Frauen in Vorarlberg liegt im bundesweiten Spitzenfeld, der
Gesundheitszustand wird subjektiv besser eingeschätzt als im
Österreich-Schnitt und auch die Häufigkeit von
Krankenhausaufenthalten fällt im Länder-Vergleich niedriger aus. "Die
aus dem Bericht gewonnenen Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage,
um in Sachen Frauengesundheit das Bestehende zukunftsorientiert
weiterzuentwickeln", betonten Wallner und Schmid.
Die gute medizinische Versorgung in Vorarlberg steht allen
Menschen im Land gleichermaßen offen - unabhängig von Vermögen oder
Einkommen und auch unabhängig von Alter oder Geschlecht. Das soll
auch in Zukunft so bleiben, stellte der Landeshauptmann klar: "Wir
sind leidenschaftliche Gegner einer Zweiklassenmedizin. Wer Hilfe
braucht, soll sie bekommen". Eine geschlechtsspezifische
Herangehensweise bei Gesundheitsfragen ist jedoch durchaus sinnvoll,
weil es Krankheiten und gesundheitliche Beeinträchtigungen gibt, die
häufiger oder nur bei Frauen vorkommen, vielfach anders verlaufen als
bei Männern und aus diesem Grund eine differenzierte Behandlung nötig
machen. Für Landesrätin Schmid ist der Bericht daher eine wichtige
Grundlage für die Qualität im Gesundheitswesen und der medizinischen
Versorgung speziell für Frauen. Ihrer Meinung nach muss bestimmten
Gruppen von Frauen, etwa älteren und alleinstehenden Frauen sowie
Frauen mit Behinderung oder mit migrantischem Hintergrund, auch in
Zukunft besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Hohes Vorsorge-Bewusstsein
Der vorliegende Bericht bescheinigt den Vorarlberger Mädchen und
Frauen ein hohes Vorsorge-Bewusstsein: die Inanspruchnahme von
gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere von
gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen, liegt deutlich über dem
österreichischen Schnitt. Subjektiv schätzen Vorarlbergerinnen auch
ihren Gesundheitszustand besser ein als die übrigen
Österreicherinnen: über 80 Prozent gaben an, sich "sehr gut" bzw.
"gut" zu fühlen. Nur rund fünf Prozent fühlten sich "schlecht" oder
"sehr schlecht".
Lebenserwartung
Ein im Jahr 2007 in Vorarlberg geborenes Mädchen wird
durchschnittlich 83,2 Jahre alt. Es lebt somit länger als ein Mädchen
in allen anderen Bundesländern und zudem um zwei Jahre länger als ein
in Wien geborenes Mädchen.
Sterblichkeit und Krankenhaushäufigkeit aufgrund von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Vorarlbergerinnen geringer als
bei österreichischen Frauen insgesamt. Krebserkrankungen sind die
häufigste Ursache für einen vorzeitigen Tod. Die häufigsten
Lokalisationen sind Brust, Dickdarm und Lunge. Jährlich erkranken in
Vorarlberg ca. 180 Frauen an einer Brustkrebserkrankung (rund 60
Frauen sterben daran), ca. 80 Frauen an einer Darmkrebserkrankung
(rund 40 Frauen sterben) und ca. 40 Frauen an einer
Lungenkrebserkrankung (rund 30 Frauen sterben). "Früherkennung ist
daher sowohl bei Brust- als auch bei Darmkrebs besonders wichtig",
betont Landesstatthalter Wallner die große Bedeutung von
Vorsorgeuntersuchungen.
Vielfältige Aktivitäten
In Vorarlberg gibt es zahlreiche Aktivitäten zur Förderung der
Frauengesundheit. Es existiert bereits ein relativ vielfältiges
Angebot rund um die Themen Sexualität, Schwangerschaft und Geburt,
und mehrere Angebote befassen sich mit Gewaltprävention. Darüber
hinaus initiiert wurden bzw. werden krankheitsbezogene
Präventionsprojekte (Mammographie, Essstörungen), Projekte zu
Gesundheit beeinflussenden Verhaltensweisen (Alkohol, Ernährung,
Bewegung) und Angebote für besonders belastete Gruppen von Frauen
(Alleinerzieherinnen, pflegende Angehörige). Zu einer wichtigen
Drehscheibe in Sachen Frauengesundheit hat sich das beim Femail in
Feldkirch eingerichtete Frauengesundheitsinformationszentrum
entwickelt. Neben Wissensmanagement, Netzwerkarbeit und Beratung
wurde eine Informationsplattform aufgebaut, um spezifisches Wissen
zum Thema Frauengesundheit zu verbreiten und die unterschiedlichen
Angebote im Gesundheitswesen allen zugänglich zu machen.
Rückfragehinweis:
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