- 14.12.2009, 10:00:16
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Gesundheitsförderung durch eine verbreiterte Wissensbasis stärken
Forschung, Praxis und Politik diskutieren Strategien für Gesundheitsförderungs-Forschung
Wien (OTS) - Gesundheitsförderung ist ein gesundheitspolitischer
Ansatz, der angesichts steigender Kosten des Gesundheitswesens und
einer immer älter werdenden Bevölkerung zunehmend an Bedeutung
gewinnt. Es soll des Menschen ermöglicht werden, bei guter Gesundheit
alt zu werden. Ansatzpunkte sind die Lebenswelten der Menschen, dort
wo sie leben, lernen, arbeiten und spielen. So vielfältig wie diese
Lebenswelten sind auch die Konzepte und Maßnahmen der
Gesundheitsförderung. Sie beinhalten sowohl die Veränderung des
Lebensstils als auch die Verbesserung gesundheitsrelevanter
Einflussfaktoren der sozialen und physischen Umwelt.
Forschung, Praxis und Politik an einem Tisch
Das erfordert ein breites Bündel fachlicher Grundlagen aus
verschiedenen Wissensdisziplinen. Dazu gehören beispielweise Medizin-
und Gesundheits-soziologie, Gesundheits-, Umwelt-, Arbeits- und
Organisationspsychologie, Pädagogik, Kommunikations-, Ernährungs- und
Sportwissenschaften, Demographie, Politikwissenschaften,
Gesundheitsökonomie sowie interdisziplinäre Felder wie
Alternsforschung, Gesundheitswissenschaften und Evaluationsforschung.
Damit die Erkenntnisse auch in die Tat umgesetzt werden, braucht es
die Zusammenarbeit mit der Praxis und (Gesundheits)politik.
Diese Player erstmals an einen Tisch zu bekommen, ist Ziel der
Expert/innentagung "Gesundheitsförderungsforschung in Österreich",
die heute in Wien vom Fonds Gesundes Österreich in Kooperation mit
der Österreichischen Gesellschaft für Public Health veranstaltet
wird. Diskutiert werden einerseits der aktuelle Stand, aber auch
welche Richtung die Gesundheitsförderungsforschung künftig
einschlagen soll.
Alois Stöger, Gesundheitsminister und Präsident des Fonds Gesundes
Österreich unterstreicht die Bedeutung der Tagung:
"Anwendungsorientierte Forschung und Evaluation im Bereich
Gesundheitsförderung ist notwendig, um der Politik fundierte
Grundlagen für evidenzgeleitetes Handeln zur Verfügung zu stellen.
Basierend auf den Forschungserkenntnissen können Rahmenbedingungen
und Strategien entwickelt werden, um Gesundheitsförderung auch
tatsächlich in den Lebensalltag der Menschen zu integrieren."
Dr. Arno Melitopulos, der Geschäftsführer der Gesundheit
Österreich GmbH sieht gerade jetzt in Grundlagenarbeiten und damit
die Forschung im Hinblick auf Fördermethoden, die Wirksamkeit und die
Einbindung in alle relevanten Politikfelder, die große
Herausforderung. "Die in der Gesundheit Österreich zusammengefassten
Kompetenzzentren Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) und Österreichisches
Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) bieten den idealen Rahmen,
sich gemeinsam mit den führenden Expertinnen und Experten im Bereich
Gesundheitsförderungsforschung zu befassen."
Mag. Christoph Hörhan, der Leiter des FGÖ unterstreicht, dass das
große Potenzial von Forschung für die Praxis und Politik der
Gesundheitsförderung noch zu wenig genutzt wird. "Forschung kann dazu
beitragen, brennende Fragen der Gesundheitsförderungspolitik und
-praxis zu beantworten. Der FGÖ will auf die große Bedeutung von
Gesundheitsförderungsforschung hinweisen und zur gemeinsamen
Weiterentwicklung von Themen und Strategien in diesem Feld einladen."
In Kooperation mit dem FGÖ ist die Österreichische Gesellschaft
für Public Health Veranstalter der Tagung. Für Ihren Obmann,
Univ.-Prof. Dr. Bernhard J. Güntert, MHA steht eine Stärkung der
Gesundheitsförderungsforschung in Österreich auf der Agenda: "Um die
Gesundheitssicherung, -versorgung und -finanzierung langfristig
sicherstellen zu können, sind Strategien zum Auf- und Ausbau dieses
Bereiches notwendig, diese müssen forschungsbasiert entwickelt
werden."
Impulse für die künftige Arbeit der Gesundheitsförderung
In einem Konsultationsprozess mit Entscheidungsträger/innen wurden
folgende Themen als vordringlich identifiziert:
- Intersektorale Gesundheitsförderung und Gesundheitsziele, Health in all Policies - Evaluation, Wirksamkeitsforschung - Kommunale Gesundheitsförderung: Partizipation, Empowerment - Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte oder Menschen, die von der Finanzkrise betroffen sind
Im Vorfeld der Tagung wurden Forscher/innen in ganz Österreich
aufgerufen, Vorschläge zu diesen Forschungsthemen einzubringen.
Von einer gezielten Gesundheitsförderungsforschung erwarten sich die
Organisator/innen Erkenntnisse zu Strukturen und Prozessen, die
Einfluss auf Gesundheit und Krankheit haben. Das Wissen um die
Methoden, Qualität und Wirkungsweise von Gesundheitsförderung ist
essenziell, um deren zukünftige Entwicklung zu gestalten.
Rückfragehinweis:
Mag. Markus Mikl Gesundheit Österreich GmbH Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich Tel.: 0664 88508920 E-Mail: [email protected] www.fgoe.org
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