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OTS0013   14. Dez. 2009, 08:30

Stierkampf in Spanien: Am 15. Dezember wird im Katalonischen Parlament über die Abschaffung abgestimmt!

VIER PFOTEN protestiert gegen die barbarischen Foltermethoden bei den Stierkämpfen in Spanien


Während eines Stierkampfes müssen Tiere
Foltermethoden wie im Mittelalter erleiden. Stück für Stück werden
sie zu Tode gequält. Die Stiere sterben langsam, qualvoll und unter
größten Schmerzen. Zusätzliche Tierquälereien barbarischen Ausmaßes -
wie das Anbrennen der Hörner bei lebendigem Leib - gehören zu
regelmäßig stattfindenden, öffentlichen Veranstaltungen. Am 15.
Dezember wird in Katalonien über den Entwurf eines Tierschutzgesetzes
entschieden, der als Ziel die Abschaffung des Stierkampfes in
Katalonien hat. VIER PFOTEN setzt sich für ein sofortiges Verbot des
Stierkampfes ein und ruft alle Menschen zum Boykott dieser grausamen
Praxis auf.

In dem spanischen Ort Medinaceli in der Provinz Soria findet jeden
November eine der grausamsten Tierquälereien der Welt statt. Während
der Fiesta "Toro de Jubilo" werden einem lebendigen Stier die Hörner
angebrannt. Der von unsagbaren Schmerzen gepeinigte Stier wird -
wahnsinnig vor Todesangst - durch die Stadt gehetzt, bevor er in der
Arena langsam, aber sicher zu Tode gequält wird.

Die Hörner eines Rindes sind sehr gut durchblutet. Es sind
unvorstellbare Schmerzen, die einem Tier durch das Anbrennen der
Hörner zugefügt werden. Doch das ist nicht die einzige Grausamkeit:
Der Stierkampf an sich besteht aus 3 Phasen und dauert insgesamt
zwanzig Minuten. Kurz vor dem Einzug in die Arena verletzen die
Picadores dem Stier die Nackenmuskeln, damit er geschwächt wird und
seinen Kopf schwerer heben kann. Während der Zeit in der Arena wird
das Tier immer schwächer: Speere, die ihm in den Leib gerammt werden,
sorgen für einen hohen Blutverlust. Die Tierquälerei beginnt jedoch
schon lange vor der Tortur in der Arena: die Bullen werden durch
Wasser- und Futterentzug, Dunkelhaltung und zugefügte Schmerzen
gequält, um sie für den bevorstehenden Kampf zu schwächen.

In wenigen Tagen, am 15. Dezember, stimmen die Abgeordneten des
katalonischen Parlaments über den Entwurf eines Tierschutzgesetzes
ab, das als Ziel die Abschaffung des Stierkampfs in Katalonien hat.
Wie vorauszusehen war, sind die Stierkampffanatiker in Panik geraten
und versuchen, mit allen Mitteln auf die Abgeordneten Druck
auszuüben.

Pro Jahr werden in Spanien etwa 2.000 Stierkämpfe durchgeführt.
Über 40.000 Stiere werden hierfür jährlich in der EU "verbraucht".
Stierkämpfe werden nicht nur in Spanien, sondern auch in
Süd-Frankreich, Portugal, Mexiko und Brasilien durchgeführt. Weltweit
haben sich bereits 80 Städte gegen den Stierkampf ausgesprochen -
aber auch viele Spanier selbst sind gegen diese Tierquälerei. Die
meisten Besucher der Stierkampfarenen sind Touristen. VIER PFOTEN
ruft alle Menschen dazu auf, diese Tierquälerei zu boykottieren.
"Die Lust an öffentlicher Tierquälerei hat nichts mit Tradition zu
tun - sie ist abscheulich, inakzeptabel und erinnert an dunkelste
Kapitel aus dem Mittelalter. Dass eine solch inakzeptable
Tierquälerei in EU-Mitglied-Staaten unter dem Deckmantel der
"Tradition" geduldet wird, ist ein Skandal", so Johanna Stadler,
Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Die EU hat dem Tierschutz
Verfassungsrang eingeräumt. Das extra zugefügte Leiden eines Tieres
ist in keiner Weise mit dem Tierschutz vereinbar. Die EU-Regelungen
müssen so geändert werden, dass Stierkämpfe und ähnliche
"traditionelle" Veranstaltungen nicht mehr ausgenommen, sondern unter
Strafe gestellt werden", so Johanna Stadler.

Mehr Informationen unter:
www.vier-pfoten.org

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0013 2009-12-14 08:30 140830 Dez 09 VPF0001 0537



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