• 10.12.2009, 14:36:19
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Tag der Menschenrechte: Das Minarettverbot und seine Folgen

"Religionsfreiheit ist die Voraussetzung für interreligiösen Dialog" Vortrag von Peter Zöhrer, FOREF Europa

Wien (OTS) - Vor 61 Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde die
"Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von der Generalversammlung
der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie ist in der Verfassung von
über 90 Staaten verankert und dient seither als Leitfaden in Sachen
Menschenrechte.

FOREF Europe ist bestrebt, die im Artikel 18 der UNO
Menschenrechtsdeklaration garantierte Religionsfreiheit zu fördern:
"Jeder Mensch hat den Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und
Religionsfreiheit. Dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion
oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine
Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit
anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung,
Gottesdienst, und Vollziehung von Riten zu bekunden."
Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" wurde großteils von
Religionsexperten entworfen. Trotz der darin enthaltenen klaren
Richtlinien war die Menschheit in den vergangenen Jahrzehnten
zahlreichen religiös motivierten Konflikten ausgesetzt; die Gefahr
eines Religionskrieges schwebt nach wie vor als Damoklesschwert über
unseren Häuptern. Es ist daher von ungeheurer Bedeutung, dass der
interreligiöse Dialog konsequent gepflegt wird, um Missverständnisse
zwischen Anhängern verschiedener Religionen zu verhindern bzw.
auszuräumen. Ein bekannter Spruch lautet "durch das Reden kommen die
Leute zusammen" - das ist eine einfache wie tiefsinnige Wahrheit.

Folgende Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben zu heftigen
Diskussionen geführt und sogar Religionshass geschürt:

- Die Mohammed Cartoons in Dänemark
- Das Kreuzverbot in Italien, das nun den Europäischen Gerichtshof
in Straßburg beschäftigt

- Das Minarettverbot in der Schweiz (57%), wo über 1 Million 
   Schweizer(innen) der Bürgerinitiative "Gegen den Bau von 
   Minaretten" ihre Stimme gaben.

Vom Standpunkt der UNO Menschenrechtsdeklaration gesehen besteht
kein Zweifel daran, dass ein Bauverbot für Minarette eine Verletzung
der Religionsfreiheit ist. Der Auslöser dafür liegt jedoch in der
Tatsache, dass seit etlichen Jahren die Angst vor dem Islamischen
Extremismus in Europa umgeht. Diese Angst ist berechtigt! Sie wird
aber mitnichten dadurch beseitigt, dass Regierungen, Geistliche, die
liberale Presse oder Menschenrechtsaktivisten unserer Bevölkerung gut
zureden oder sie der "Intoleranz" und "Fremdenfeindlichkeit"
bezichtigen.

Den Volltext des Vortrags finden Sie auf der Website von FOREF
Europa: http://foref.info

Rückfragehinweis:
FOREF Europa (Forum Religionsfreiheit Europa)
Peter Zöhrer Tel: 0664 5238794
E-Mail: [email protected]
Website: http://foref.info

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