Montecuccoli verleiht "Fossil of the Year"-Preis an die Arbeiterkammer

Österreichs Waldbesitzer brauchen für die seit Jahrhunderten nachhaltige Waldbewirtschaftung keine Kontrollen

Wien (OTS) - Der "Fossil of the Year"-Preis ergeht heute an die Arbeiterkammer Österreich: für die Blockade beim Ökostromgesetz, bei motivierenden Einspeisetarifen sowie von Richtung weisenden Entscheidungen beim Klimasünder Nummer Eins, dem Straßenverkehr, in Bezug auf Biosprit. Auf diese Weise wird dem Import von Atomstrom, der keinesfalls als nachhaltige Energieform bezeichnet werden kann, die Hintertür geöffnet und der CO2-Ausstoß maximiert anstatt verringert. Das ist nicht nur falsch verstandener Konsumentenschutz, sondern auch das Gegenteil von Klimaschutz, so Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

Ausgetragen wird diese Ideologie auf dem Rücken der 170.000 österreichischen Waldbesitzer, die nachhaltige Waldbewirtschaftung betreiben und durch ihre Arbeit die Multifunktionalität des Waldes -vom Ökosystem über den Schutz vor Lawinen, Muren und Hochwasser, das Speichern von CO2 und Wasser bis hin zum Arbeitsplatz für fast 300.000 Menschen und zum Erholungsraum für die Bevölkerung -erhalten.

Die zwei Seiten der Waldmedaille beim Klimaschutz

Es gibt zwei Typen von Waldländern: diejenigen, die in den vergangenen Jahren abgeholzt und gerodet haben und daher nun hohes Potenzial für zusätzliche Waldflächen und die Steigerung der Holzvorräte haben. Dann gibt es Länder wie Österreich, wo die Waldfläche seit Jahrhunderten zunimmt und der Wald unter der Prämisse der Nachhaltigkeit, das heißt unter anderem weniger zu entnehmen, als nachwächst, erfolgreich bewirtschaftet wird und die Kohlenstoffspeicher im Wald daher voll sind. Für diese Länder gilt es, das laufend nachwachsende Holz aus dem Wald verstärkt als Bau-und Werkstoff sowie als langfristig CO2-neutralen Energieträger zu nutzen.

Österreich wehrt sich zu Recht gegen das aktuelle Berechnungsmodell der Kommission, das auf Zuwachszahlen aus 1990 beruht. Wer diese Zuwachszahlen nicht mehr erreicht, muss Pönale zahlen. Österreich kann diese Zahlen nicht mehr toppen, obwohl nur zwei Drittel des jährlichen Zuwachses genutzt werden und die Waldfläche wächst. Warum sollten wir und andere europäische Waldländer Strafe für einen ohnehin intakten und gepflegten Wald zahlen? Das gilt es zu berücksichtigen, wenn scharfe Kontrollen oder gar die Blockade der Waldnutzung durch eine flächendeckende Unterschutzstellung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes gefordert werden. Jeder, der nur auf billigste Energie und Schutzgebiete in europäischen Wäldern setzt, muss heute als Fossil der Klimapolitik bezeichnet werden, betont Felix Montecuccoli.

Rückfragen & Kontakt:

Land&Forst Betriebe Österreich, Karin Seifert
Tel. 01/533 02 27-17, Email: seifert@landforstbetriebe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LUF0001