OTS0231 / 09.12.2009 / 15:27 / Channel: Chronik / Aussender: Land&Forst Betriebe Österreich
Stichworte: Agrar / Auszeichnung / Forstwirtschaft / Holz / Klimaschutz / Umwelt


Montecuccoli verleiht "Fossil of the Year"-Preis an die Arbeiterkammer

Utl.: Österreichs Waldbesitzer brauchen für die seit Jahrhunderten nachhaltige Waldbewirtschaftung keine Kontrollen =


   Wien (OTS) - Der "Fossil of the Year"-Preis ergeht heute an die
Arbeiterkammer Österreich: für die Blockade beim Ökostromgesetz, bei
motivierenden Einspeisetarifen sowie von Richtung weisenden
Entscheidungen beim Klimasünder Nummer Eins, dem Straßenverkehr, in
Bezug auf Biosprit. Auf diese Weise wird dem Import von Atomstrom,
der keinesfalls als nachhaltige Energieform bezeichnet werden kann,
die Hintertür geöffnet und der CO2-Ausstoß maximiert anstatt
verringert. Das ist nicht nur falsch verstandener Konsumentenschutz,
sondern auch das Gegenteil von Klimaschutz, so Felix Montecuccoli,
Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.
   Ausgetragen wird diese Ideologie auf dem Rücken der 170.000
österreichischen Waldbesitzer, die nachhaltige Waldbewirtschaftung
betreiben und durch ihre Arbeit die Multifunktionalität des Waldes -
vom Ökosystem über den Schutz vor Lawinen, Muren und Hochwasser, das
Speichern von CO2 und Wasser bis hin zum Arbeitsplatz für fast
300.000 Menschen und zum Erholungsraum für die Bevölkerung -
erhalten.
Die zwei Seiten der Waldmedaille beim Klimaschutz
   Es gibt zwei Typen von Waldländern: diejenigen, die in den
vergangenen Jahren abgeholzt und gerodet haben und daher nun hohes
Potenzial für zusätzliche Waldflächen und die Steigerung der
Holzvorräte haben. Dann gibt es Länder wie Österreich, wo die
Waldfläche seit Jahrhunderten zunimmt und der Wald unter der Prämisse
der Nachhaltigkeit, das heißt unter anderem weniger zu entnehmen, als
nachwächst, erfolgreich bewirtschaftet wird und die
Kohlenstoffspeicher im Wald daher voll sind. Für diese Länder gilt
es, das laufend nachwachsende Holz aus dem Wald verstärkt als Bau-
und Werkstoff sowie als langfristig CO2-neutralen Energieträger zu
nutzen.
   Österreich wehrt sich zu Recht gegen das aktuelle
Berechnungsmodell der Kommission, das auf Zuwachszahlen aus 1990
beruht. Wer diese Zuwachszahlen nicht mehr erreicht, muss Pönale
zahlen. Österreich kann diese Zahlen nicht mehr toppen, obwohl nur
zwei Drittel des jährlichen Zuwachses genutzt werden und die
Waldfläche wächst. Warum sollten wir und andere europäische
Waldländer Strafe für einen ohnehin intakten und gepflegten Wald
zahlen? Das gilt es zu berücksichtigen, wenn scharfe Kontrollen oder
gar die Blockade der Waldnutzung durch eine flächendeckende
Unterschutzstellung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes gefordert
werden. Jeder, der nur auf billigste Energie und Schutzgebiete in
europäischen Wäldern setzt, muss heute als Fossil der Klimapolitik
bezeichnet werden, betont Felix Montecuccoli.
Rückfragehinweis:
   Land&Forst Betriebe Österreich, Karin Seifert
   Tel. 01/533 02 27-17, Email: seifert@landforstbetriebe.at
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OTS0231    2009-12-09/15:27
091527 Dez 09
LUF0001 0386