• 09.12.2009, 14:46:22
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Katastrophenschutz: Enge Kooperation Kärntens mit Friaul

LH Dörfler und LR Martinz: Gute Nachbarschaft hat Tradition - grenzüberschreitende Zusammenhalt bei Sicherheitsfragen

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Sissie" nennt sich das durch die
Europäische Union kofinanziertes Sicherheits-Informations-Service
unseres Bundeslandes. Es wurde gemeinsam mit der oberitalienischen
Region Friaul-Julisch Venetien vor einem Jahr gegründet und enthält
grenzüberschreitende Kooperationen im Katastrophenfall. Zahlreiche
grenzüberschreitende Übungen, mit hunderten Einsatzkräften von Hilfs-
und Rettungsorganisationen, sowie Workshops wurden bereits
erfolgreich abgewickelt. Um für den Ernstfall zu üben, nahmen an der
letzen Katastrophenschutzübung im Oktober in Arnoldstein neben den
friulanischen Sicherheitskräften auch slowenische
Rettungsmannschaften teil.

"Es ist erfreulich, dass die Zusammenarbeit der Regionen bestens
funktioniert. Es geht um das gezielte Training für den Ernstfall,
damit wir im Notfall dafür gerüstet sind", betonte
Sicherheitsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Nun kommt es
morgen, den 10. Dezember 09, zum "Final Meeting", zwischen den
Vertretern der Behörden und Einsätzkräfte aus Friaul-Julisch Venetien
und Kärnten, um über die Ergebnisse zu reflektieren.

Der Einsatz von moderner Informations- und
Kommunikationstechnologie wird im Katastrophenschutz immer wichtiger.
"Sicherheit darf keine Grenzen kennen. Das vereinte Europa macht
Kooperationen im Katastrophenfall möglich", sagte Landesrat Josef
Martinz. Es ist gelungen, eine zweisprachige Internetplattform
einzurichten, um Daten und Informationen gegenseitig zugänglich zu
machen. "Wir sind noch weiter zusammengewachsen. Grenzen sind im
Katastrophenfall kein Hindernis mehr", so Martinz.

Die Kooperation der Krisenstäbe wird immer wieder optimiert, von
der Vorsorge und Vorbeugung, vom Datenaustausch bis zur Koordinierung
und zum Austausch von Know-how bis zur Aus- und Weiterbildung. Auch
in Zukunft sind bereits weitere Übungen in Kooperation mit Friaul
geplant. "Unser Anliegen ist es, mit dem EU-Projekt "Goal" auch eine
noch engere Verknüpfung mit Slowenien zu erreichen, wobei "Sissie"
eine Grundlage dargestellt hat. Kärnten ist eines der sichersten
Bundesländer Österreichs und wir alle gemeinsam sollen uns darum
bemühen, dass dies so bleibt", unterstrich der Sicherheitsreferent.

Bereits im Jahr 1976 leistete Kärnten Katastrophenhilfe für
unsere Nachbarn. Bei dem verheerenden Erdbeben in Friaul verloren vor
mehr als 30 Jahren rund 1.000 Menschen ihr Leben - Zehntausende ihr
Heim. "Dieses schreckliche Erlebnis hat unsere Nachbarschaft und
unseren Zusammenhalt noch verstärkt. Gemeinsame
Sicherheitsinitiativen werden auch in der gerade neu gegründeten
Euroregion "senza confini" groß geschrieben. Die Koordination und
Zusammenarbeit zwischen den Regionen läuft ausgesprochen gut", so
Dörfler.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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