• 09.12.2009, 13:14:52
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Wien: Aktionstag gegen weltweite Christenverfolgung

Laut Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" sind zwischen 80 und 90 Prozent der wegen ihres Glaubens bedrohten Menschen Christen

Wien, 09.12.2009 (KAP) Mit einem Aktionstag auf dem Wiener
Stephansplatz will die Plattform "Solidarität mit verfolgten
Christen" am Donnerstag, 10. Dezember, dem "Tag der Menschenrechte",
auf die Lage von Christen in aller Welt aufmerksam machen, die wegen
ihres Glaubens bedroht werden. "Zwischen 80 und 90 Prozent aller
wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen sind
mittlerweile Christen", erklärt "Pro Oriente"-Präsident Johann
Marte. Die von Kardinal Franz König gegründete Stiftung ist eine von
20 Organisationen der Plattform, die aus Anlass des internationalen
Tages der Menschenrechte für die Rechte von Christen in aller Welt
eintreten.

Unter dem Motto "Christenverfolgung steigt - Europa schweigt!" laden
Experten und Flüchtlinge beim Aktionstag an einem Informationsstand
Passanten zum Gespräch ein. Um 18 Uhr feiert Weihbischof Franz
Scharl gemeinsam mit dem Chorepiskopos der syrisch-orthodoxen
Kirche, Emanuel Aydin, einen ökumenischen Wortgottesdienst im
Stephansdom. Den Abschluss des Aktionstages, der u.a. vom
Vizepräsidenten des Europaparlaments, Mario Mauro, unterstützt wird,
bildet eine Lichterkette mit Fackeln rund um den Dom.

Der Solidaritätsplattform gehört auch der
Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) an. Dessen Bundesvorsitzender,
der frühere Staatssekretär Helmut Kukacka, erinnert vor dem
Aktionstag in einer Aussendung daran, dass Christen in über 50
Ländern unter Vertreibung, Zwangskonversion, Vergewaltigung, Folter
und anderen Formen der Gewalt bis hin zu Mord litten. Kukacka
fordert angesichts dieser Situation auch die österreichische
Regierung zum aktiven diplomatischen und politischen Handeln auf.

Der MKV-Vorsitzende nimmt zudem die muslimischen Gläubigen und die
Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) in die
Pflicht. Sie müssten sich für eine Gleichberechtigung von Christen
in islamisch geprägten Ländern einsetzen. "Am Tag der Menschenrechte
muss die Frage gestellt werden, warum in vielen moslemischen Ländern
Christen nicht dieselben Rechte haben wie Moslems bei uns", so
Kukacka.

(forts. mgl.)
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