• 09.12.2009, 12:25:36
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ÖAAB-Tschirf: Zeitwertkonto bei KAV und Wiener Linien testen

ÖAAB Hoch Betriebe bei Lehrlingsausbildung engagierter unterstützen

Wien (OTS) - "Für das Jahr 2010 wird ein Mehr an Anstrengungen
nötig sein, um die Situation am Wiener Arbeitsmarkt in den Griff zu
bekommen", so der Landesobmann des Wiener ÖAAB, Klubobmann Matthias
Tschirf, im Rahmen des heutigen Pressegespräches des Wiener ÖAAB.
Konkret stellt sich der Wiener ÖAAB vier Punkte vor, die einerseits
den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Mehrwert bringen und
andererseits zur Entspannung der Lage am Arbeitsmarkt beitragen
sollen. Eine Forderung, die der Wiener ÖAAB zum wiederholten Male
stellt, ist die nach einer "Wissenscard". Diese solle jeden
Arbeitnehmer die Möglichkeit geben, sich während eines
Arbeitsverhältnisses weiter zu bilden, denn "Tatsache ist, dass das
Finden eines neuen Jobs während eines Aufrechten Arbeitsverhältnisses
mehrfach höher ist, als dies aus der Arbeitslosigkeit heraus zu tun",
so Tschirf. Hier müsse es eine endlich eine enge und sinnvolle
Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Arbeitnehmern und dem AMS bzw. dem
waff geben, um zu guten Ergebnissen zu kommen.

Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Mehrwert bringen
könnte, zeigt sich Tschirf überzeugt, das Zeitwertkonto. Hier können
Überstunden gebucht werden, die zu einem späteren Zeitpunkt oder am
Ende des Arbeitslebens als Auszeit genutzt werden. Als Pilotprojekt
startet dies demnächst in der gespag (Gesundheits- und Spitals AG) in
Oberösterreich. "Dieses Modell wäre auch für die KAV und die Wiener
Linien denkbar", so Tschirf und fordert Mut, dieses neue Modell zu
Gunsten der Arbeitnehmer/innen ein zu führen.

Wiener Blum-Bonus und Flächenwidmungen für Arbeitsplätze
Der Landesgeschäftsführer des Wiener ÖAAB, LAbg. Alfred Hoch, wies
auf die Problematik der überbetrieblichen Lehrwerkstätten hin: "Im
Gegensatz zu den betrieblichen Lehrstellen, werden diese
Auszubildenden nach Abschluss wieder auf der Straße stehen und erneut
mit der Suche nach einem Arbeitsplatz konfrontiert sein." Hier müsse
es schnellst möglich eine Rückkehr zur Suche nach betriebliche
Lehrstellen geben, denn im kommenden Jahr würden den Trägern der
überbetrieblichen Lehrwerkstätten das Geld ausgehen, warnt Hoch. Ein
geeignetes Mittel seien neue Formen des Blum-Bonus - ein Wiener
Blum-Bonus - wie etwa der Qualitäts-Bonus, bei dem je nach Leistung
der Lehrlinge zusätzliches Geld fließe, oder der
Zusätzlichkeits-Bonus, bei dem für jeden zusätzlichen Lehrling
(gegenüber dem Vorjahresstand) zusätzliche Förderungen ausgeschüttet
würden.

Einen weiteren Ansatz sieht Hoch in der Flächenwidmung. "Oft werden
den Unternehmen die Möglichkeit einer Ansiedelung überhaupt von vorn
herein genommen, das es groß in Mode gekommen ist, jede freie Fläche
in Wohnflächen um zu widmen", so Hoch. Da es über die Lohnkosten
nicht möglich sei, Anreize für die Unternehmen zu schaffen, sei eine
Möglichkeit etwa die Kommunalsteuer für eine bestimmte Zeit zu
erlassen.

"Jedenfalls müssen die Anstrengungen massiv erhöht werden, ansonsten
wird es im Jahr 2010 mit dem Wiener Arbeitsmarkt weiter abwärts
gehen", zeigen sich Landesobmann Matthias Tschirf und
Landesgeschäftsführer Alfred Hoch einig.

Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien, Michaela Spettel, Pressesprecherin, Tel.: 0664/8383 247, Mail:[email protected]

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