OTS0125   9. Dez. 2009, 12:06

ÖH fordert Novellierung der Fachhochschul-Gesetzgebung

FHs sind Baustelle und kein Grund für Feierlaune


Der Feierlaune anlässlich des 15-jährigen Bestehens
des Fachhochschul-Sektors schließt sich die ÖH-Bundesvertretung nicht
an. "Der gesamte FH-Sektor ist eine bildungspolitische Baustelle. Die
ÖH fordert die rechtliche Gleichstellung von FH-Studierenden mit
deren KollegInnen an den Universitäten", sagt Thomas Wallerberger vom
ÖH-Vorsitzteam. Die derzeitige Situation ist auch laut Werner Hauser,
Jurist von der FH Joanneum Graz, "rechtsstaatlich bedenklich".

Zu den notwendigen Maßnahmen gehören die Abschaffung von
Studiengebühren an allen FHs, die Einführung demokratischer
Strukturen und studienrechtlicher Mindeststandards an den
Fachhochschulen. "Während Studierende an den Unis seit 2008
weitestgehend befreit sind, verlangen noch immer 14 der 20 FHs von
ihren StudentInnen Gebühren. Auch gibt es an den Fachhochschulen kein
verankertes Studienrecht; Studierende dürfen daher nicht einmal
Einsicht in das Prüfungsprotokoll nehmen oder eine Kopie der
Prüfungsunterlagen machen", erklärt Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der
ÖH-Bundesvertretung.

Weiteres zentrales Anliegen der ÖH ist die Demokratisierung der FHs.
Bislang gibt es - wieder im Gegensatz zu den Unis - kaum
Mitbestimmungsrechte für die StudentInnen. "Von verpflichtenden
Kollegialorganen für die Mitbestimmung der Studierenden auf allen
Ebenen fehlt noch immer jede Spur", so ÖH-Generalsekretärin Eva
Maltschnig.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0125 2009-12-09 12:06 091206 Dez 09 NHO0001 0210



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Alexander Dworzak,
Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 211
alexander.dworzak@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at

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