OTS0247 / 04.12.2009 / 14:08 / Channel: Politik / Aussender: SPÖ Pressedienst
Stichworte: Arbeitsmarkt / Frauen / Heinisch-Hosek / SPÖ


Arbeitsmarktpaket 2010(3) - Heinisch-Hosek: Gerade jetzt brauchen wir dieses neue Arbeitsmarktpaket

Utl.: Neue Jobperspektiven im Gesundheits- und Pflegebereich =


   Wien (OTS/SK) - Heinisch-Hosek/Frauen/Arbeitsmarkt
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek stellte in der gemeinsamen
Pressekonferenz am Freitag mit Bundeskanzler Werner Faymann und
Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer zum "Arbeitsmarkt- und
Qualifizierungspaket 2010 -ÖSTERREICH:GEMEINSAM" klar, dass sie
keinerlei Verständnis für diejenigen habe, die sagen, ein weiteres
Arbeitsmarktpaket sei nicht nötig. "Gerade jetzt brauchen wir dieses
neue Arbeitsmarktpaket dringend." Heinisch-Hosek hob besonders die
Qualifizierungsoffensive sowie die Entlastung der pflegenden Frauen
durch das Forcieren der professionellen Pflege hervor. ****
Als Beispiel für die Notwendigkeit dieses Arbeitsmarktpakets führte
Heinisch-Hosek die Familiensituation eines seit Monaten arbeitslosen
Ex-VOEST-Mitarbeiters und einer Quelle-Mitarbeiterin an, die ab
Weihnachten keine Arbeit mehr haben wird. In dieser Familie gebe es
Kinder mit Weihnachtswünschen, die nicht erfüllt werden können. "Wer
kann da etwas dagegen haben, dass wir einer solchen Familie schnell
wieder eine Jobperspektive mit dem Arbeitsmarktpaket und
Qualifizierung geben", so die Frauenministerin. 
Und um bei dem Beispiel zu bleiben: "Für viele Frauen, die derzeit
noch bei Quelle beschäftigt sind, könnte eine Ausbildung zur
Pflegehelferin oder eine Ausbildung zur Kindergartenpädagogin eine
neue Jobperspektive bedeuten." Denn es handle sich um
Zukunftsbranchen, der Personal-Bedarf sei groß und werde deutlich
zunehmen. 
Derzeit seien etwa 55.000 Menschen im Gesundheits- und Pflegebereich
beschäftigt. Über 80 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Aber nur
12 Prozent jener Menschen, die Pflege brauchen und in Anspruch
nehmen, würden vom ausgebildeten Fachpersonal betreut. "Alleine diese
Zahlen belegen das Potential in der Pflege", so Heinisch-Hosek. Aber
die Offensive bei den Pflegeberufen und der Generationenfonds sei
auch deshalb von so großer frauenpolitischer Bedeutung, weil viele
Frauen nach der Babypause nicht in den Arbeitsmarkt wieder einsteigen
oder Vollzeit dort bleiben könnten, weil sie Angehörige pflegen
müssen. Knapp 300.000 Frauen würden  derzeit einen nahen Angehörigen
pflegen. 
Aus einer Umfrage unter 40- bis 60-jährigen Frauen würde klar
hervorgehen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Frauen ein
Leben lang begleitet. Denn sobald die Kinderbetreuung erledigt sei,
würden sie einige Jahre Vollzeit arbeiten bis sie die Pflege ihrer
Eltern oder Schwiegereltern übernehmen und wieder nur Teilzeit
arbeiten. 
"Auf diese Herausforderungen erwarten sich die Frauen Antworten aus
der Politik. Und mit diesem Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspaket
sowie dem Generationenfonds wird die Antwort gegeben", so
Heinisch-Hosek, die abschließend betonte, dass vom Kombilohn, mit dem
Niedrigsteinkommen gefördert werden, auch überproportional Frauen
profitieren würden, da sich in diesem Einkommenssegment
überdurchschnittlich viele Frauen befinden. (Schluss) up
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