• 04.12.2009, 12:18:46
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Spindelegger: "Minenproblematik in Kolumbien an der Wurzel packen"

Wien (OTS) - "Sieben Menschen wurden allein in dieser Woche durch
Landminen in Kolumbien schwer verletzt," erklärte der Vizepräsident
Kolumbiens Francisco Santos Calderón bei seiner Eröffnungsrede zur
10-Jahre-Ottawa Vertragskonferenz in Cartagena (Kolumbien). Leider
gehören Minenopfer zum kolumbianischen Alltag, mehr als 750 waren es
im vergangenen Jahr. Kolumbien leidet massiv unter von illegalen
bewaffneten Gruppen verlegten Landminen. Vor allem die
linksgerichtete FARC versucht ihre Kokaplantagen mit Landminen vor
dem Zugriff des kolumbianischen Militärs zu schützen. Die große Zahl
an Verletzten in der Zivilbevölkerung macht Kolumbien zu einem
traurigen Spitzenreiter in der Opferstatistik.

"Wenn wir bei der Bekämpfung der Landminen erfolgreich sein
wollen, dann müssen wir bei den Ursachen ansetzen," betonte
Außenminister Michael Spindelegger. "Fortschritte im Kampf gegen
Minen in Kolumbien ist mit Fortschritten im Kampf gegen den
Drogenanbau eng verbunden. Wir können hier nicht abseits stehen, auch
im Interesse unserer Jugend. Drogen sind ein globales Problem."

Das in Wien angesiedelte UNO-Büro für Drogen- und
Verbrechensbekämpfung (UNODC) führt in Antioquia, der am stärksten
verminten Region Kolumbiens, ein auch von Österreich unterstütztes
Programm durch, das Koka-Bauern den Umstieg auf legale Produkte wie
Kakao ermöglichen soll. In weniger als drei Jahren konnten rund 18%
der Kokaproduktionsflächen Antioquias für den legalen Anbau zurück
gewonnen werden. "Das ist auch ein Schlag gegen jene Gruppen, die für
die Minenproblematik in Kolumbien verantwortlich sind", so
Spindelegger. Das Projekt ist derart erfolgreich, dass das
Außenministerium nun prüft, in enger Zusammenarbeit mit UNODC ein
eigenes Projekt in Kolumbien durchzuführen.

"Wir haben eine globale Verantwortung im Kampf gegen Drogen und im
Kampf gegen Landminen. Mit unserem Engagement in Kolumbien haben wir
die Chance, gemeinsam mit unseren Partnern den Drogenanbau
einzudämmen und damit die Minenproblematik nachhaltig an der Wurzel
zu packen", unterstrich abschließend der Außenminister.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

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