- 02.12.2009, 13:31:29
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AKNÖ fordert Ausbau von integrativen Betrieben
Kündigungsanträge für begünstigte Behinderte stiegen um 30 Prozent
Wien (OTS) - Am 3. Dezember ist der Internationale Tag der
Menschen mit Behinderung. "Die Lage der Betroffenen ist noch immer
durch ungleiche Chancen im Alltags- wie im Arbeitsleben geprägt.
Gerade die angespannte Lage am Arbeitsmarkt führt dazu, dass immer
mehr ArbeitnehmerInnen mit Behinderung unter Druck geraten", sagt
AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und fordert einen Schulterschluss von
Wirtschaft und ArbeitnehmerInnenschaft.
"Die Bekämpfung von Benachteiligungen im Erwerbsleben muss
gemeinsames Ziel aller sein. Denn allen öffentlichen Bekenntnissen
zum Trotz sind Menschen mit Behinderung im besonderen Maße beim
Zugang zum Arbeitsmarkt, während des Arbeitsverhältnisses als auch im
Rahmen von Kündigungen noch immer von Diskriminierung und
Benachteiligungen betroffen", verweist der AKNÖ-Präsident etwa auf
einen deutlichen Anstieg der Kündigungsanträge für begünstigt
behinderte ArbeitnehmerInnen beim Bundessozialamt. Diese stiegen im
zweiten Halbjahr gegenüber 2008 um 30 Prozent. "Den Betroffenen wird
zwar meist ein Golden Handshake angeboten, in der Folge ist es für
sie aber extrem schwer, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Trifft
der Jobverlust Ältere, besteht oft überhaupt keine Möglichkeit mehr,
sie am Arbeitsmarkt wieder zu integrieren", betont Haneder.
Ztl.: Mehr Geld über die Ausgleichstaxe
Angesichts dieser nicht weg zu leugnenden Barrieren sind Maßnahmen am
Arbeitsmarkt unbedingt notwendig. Der Ausbau von integrativen
Betrieben wäre ein Gebot der Stunde. Haneder: "Dort können jene
Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, die aufgrund der Art
oder Schwere ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
praktisch chancenlos bleiben." Das dafür erforderliche Geld könnte
aus einer deutlichen Erhöhung der Ausgleichstaxe lukriert werden, da
der Ausgleichstaxfonds derartige Betriebe finanziert.
Zudem unterstreicht der AKNÖ-Präsident das Selbstverständnis der
Arbeiterkammer, für Menschen mit Behinderung und
Behindertenvertrauenspersonen immer eine verlässliche Partnerin zu
sein.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Sozialrecht, Reinhard Schmitt, 01-58883-1333
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