• 02.12.2009, 13:25:58
  • /
  • OTS0208 OTW0208

"ÖSTERREICH GEMEINSAM" (4) Faymann: "Wir wollen in Österreich die besten Kindergärten, die besten Schulen, die besten Hochschulen"

Die beste Bildung für unsere Kinder, soziale Schranken abbauen

Wien (OTS/SK) - "Wir wollen in Österreich die besten Kindergärten,
die besten Schulen, die besten Hochschulen", so Bundeskanzler Werner
Faymann am Mittwoch anlässlich seiner Rede "ÖSTERREICH GEMEINSAM" in
der Wiener Hofburg. Während des ersten Jahres der Regierung seien in
Österreich ca. 75.000 Kinder geboren worden. "Wenn diese 75.000
Kinder einmal zur Schule gehen, können wir ihnen wahrscheinlich noch
nicht die beste Schule der Welt bieten, aber sie sollen in eine
bessere Schule gehen als wir sie jetzt haben," so Faymann, der weiter
ausführte, dass man mit dem kostenlosen Kindergartenjahr für alle
5-Jährigen bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung
gesetzt habe. Bildung sei, so Faymann, der Schlüssel für die Chancen
unseres Landes und der Menschen, die darin leben. Darum sei es
notwendig, alle Anstrengungen zu unternehmen, um unseren Kindern die
bestmögliche Schulbildung zu ermöglichen und soziale Schranken
abzubauen. ****

Als besonders wichtig hob der Bundeskanzler den Abbau von sozialen
und finanziellen Hürden im Bildungsbereich hervor. "In Österreich
gibt es noch immer einen starken Zusammenhang zwischen sozialer
Herkunft und Bildungschancen. 80 Prozent der Kinder aus
Akademikerfamilien besuchen eine höhere Schule, aber nur 20 Prozent
aus Arbeiterfamilien. Wir wollen, dass alle Kinder die selben Chancen
haben, weil wir auf kein Kind verzichten können", so der
Bundeskanzler. Aus diesem Grund sei es wichtig, die gemeinsame Schule
für alle 10- bis 14-Jährigen weiter zu forcieren und "dieses Projekt
darf nicht an der 10-Prozent-Grenze scheitern", so der Bundeskanzler.

In der Schule dürfe es nicht nur um "Ausbildung" gehen, so der
Bundeskanzler. Fächerübergreifender Unterricht, mehr Kleingruppen und
gemeinsame Freizeitaktivitäten zur Konfliktvermeidung seien wichtig
und notwendig. "Dafür gibt es ein Modell, das von sehr vielen Eltern
gewünscht wird: ganztägige Schulformen", so Faymann, der kritisierte,
dass aktuell österreichweit nur 4.000 Betreuungsplätze, die den
Kriterien einer modernen Ganztagesschule entsprechen, für 700.000
Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 14 Jahren zur Verfügung
stehen. 200.000 Plätze sollen es im Jahr 2018 sein, so Faymann.

Faymann zu Numerus-Clausus-Flüchtlingen: Brauchen
internationale Lösung

Es sei allen klar, so Faymann, dass bei der Situation der
österreichischen Hochschulen dringender Handlungsbedarf herrscht.
Österreich brauche mehr Akademiker und eine nachhaltige Finanzierung
der Hochschulen. Faymann sprach sich für faire Studieneingangsphasen
aus und erteilte Knock-Out-Prüfungen und finanziellen Barrieren eine
klare Absage. Zur Thematik der Numerus-Clausus-Flüchtlinge betonte
der Bundeskanzler, dass man "nicht den Bedarf eines Nachbarlandes
decken" könne. Es brauche Lösungen auf internationaler Ebene,
beispielsweise Ausgleichszahlungen von Deutschland, wie es z.B. das
Skandinavische Modell vorsieht. (Forts.) sv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel