• 02.12.2009, 13:09:05
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Karas: EU warnt vor minderwertigen Lichterketten

Strengere Kontrollen notwendig - Warnhinweise für Verbraucher

Brüssel, 2. Dezember 2009 (OTS-PD) 30 Prozent der im Handel
erhältlichen Weihnachtslichterketten bergen ein offensichtliches und
unmittelbares Brand- bzw. Stromschlagrisiko, heißt es in einem neuen
Bericht, den die Europäische Kommission heute veröffentlicht hat.
"Auch wenn Österreich nicht zu den untersuchten Ländern dieser Studie
gezählt hat, wird doch eines klar: Angesichts der enorm vielen Mängel
muss die behördliche Überwachung und Rechtsdurchsetzung speziell bei
Lichterketten verstärkt werden. EU-Kommission, Mitgliedstaaten und
die Wirtschaft müssen hier Hand in Hand arbeiten", forderte EVP-
Vizepräsident Mag. Othmar Karas. "Aber auch die Verbraucher müssen
besser achtgeben. Ein Einkauf von Weihnachtslichterketten nur bei
seriösen Händlern und ein sorgfältiger Umgang mit den Lichterketten
zu Hause sind Grundregeln, die jeder beachten sollte." ****

Der heute von Verbraucherschutz-Kommissarin Kuneva vorgestellte
Bericht ist das Ergebnis eines gemeinsamen Marktüberwachungsprojekts
von Behörden aus fünf Mitgliedstaaten – Ungarn, Deutschland,
Slowakei, Slowenien und Niederlande – und der Europäischen
Kommission. Insgesamt wurden 196 zufällig ausgewählte Lichterketten
aller Preiskategorien zwischen November 2007 und Mai 2009 in
unregelmäßigen Abständen untersucht. Die Proben wurden anhand 20
administrativer und technischer Kriterien geprüft. Viele
Lichterketten fielen gleich mehrfach durch.

Schwerwiegende Mängel, die ein erhöhtes Stromschlag- oder
Brandrisiko oder beides bergen, wurden bei 30,4 % der geprüften
Lichterketten festgestellt. Solche schwerwiegenden Mängel bestehen
darin, dass Sicherheitsanforderungen an die Konstruktion nicht
eingehalten werden, etwa bei Steckern, Zugentlastung, Verdrahtung,
Isolierung oder dem Schutz gegen Stromschlag. 25 Prozent der
Lichterketten erfüllten die Sicherheitsanforderungen hinsichtlich der
Zugentlastung nicht. Bei unzureichender Zugentlastung können sich die
Anschlussdrähte lösen, was ein hohes Stromschlagrisiko birgt. Bei 23
Prozent war die „Querschnittsfläche“ nicht vorschriftsgemäß. Dies
bedeutet, dass die Drähte für den durchfließenden Strom zu dünn sind,
was zu Überhitzung und Bränden führen kann. Und gleich 28 Prozent
fielen bei den Sicherheitsprüfungen für Kabel durch. "Anders gesagt:
Aufgrund einer mangelhaften Isolierung bzw. Konstruktion der
Lichterkette kann es zu einem Stromschlag kommen", warnt Karas.

Die EU-Kommission will jetzt koordiniert und unter Beteiligung
möglichst vieler Mitgliedstaaten schärfere Kontrollen einführen.
"Ganz wesentlich ist dabei die Beteiligung der Wirtschaft selbst. Sie
muss ihre eigenen Kontrollen verstärken, denn nach EU-Recht sind
Hersteller, Groß- und Einzelhändler sowie Einfuhrunternehmen für die
Sicherheit der in der EU verkauften Produkte verantwortlich", betonte
Karas. "Verbrauchersicherheit muss eine Priorität im gemeinsamen
Binnenmarkt sein. Bisher haben die Marktüberwachungsmechanismen der
EU sehr gut funktioniert. Wir dürfen aber nicht nachlassen, denn der
Schutz der Bürger vor unsicheren Produkten muss eine absolute
Priorität der EU bleiben"; so Karas abschließend.

Rückfragen: Mag. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-284-5627
([email protected]) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])

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