- 02.12.2009, 10:22:34
- /
- OTS0087 OTW0087
Wienbibliothek: "Sensations"-Libretto von Haydn früher entdeckt
Wien (OTS) - Das Ende November in der
Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar aufgetauchte, als
"Sensationsfund" gehandelte Libretto zu Joseph Haydns Marionettenoper
"Der Hexenschabbas" (1773) ist nicht das einzige bekannte Exemplar.
Bereits 2005 entdeckte Klaus Pöllheimer, wissenschaftlicher
Mitarbeiter des Instituts für Bildungswissenschaft der Universität
Wien, ein Exemplar dieses Drucks im Bestand der Wienbibliothek im
Rathaus.
Da das Textbuch keinerlei Verfasserangaben trägt, ist bei der
ursprünglichen Katalogisierung des 1877 von der Wienbibliothek
erworbenen Exemplars keine Zuordnung zu Haydn erfolgt. Ein
möglicherweise von einem Benützer oder Bibliothekar im 19. oder
frühen 20. Jahrhundert eingetragener Bleistiftvermerk "in Musik
gesetzt v. Jos. Haydn" blieb unbemerkt.
So hatte auch Anthony van Hoboken bei der Zusammenstellung
seines maßgeblichen thematischen Verzeichnisses der Werke Joseph
Haydns keine Kenntnis von der Existenz eines Libretto-Exemplars zum
"Hexenschabbas". Der Text der 1773 in Eszterháza uraufgeführten
Marionettenoper galt daraufhin bis 2005 als verschollen.
Ende November meldeten Mitarbeiter der
Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar, dass bei
Katalogisierungsarbeiten ein anonymes Textbändchen für die auf
Schloss Esterháza in Eisenstadt 1773 uraufgeführte Marionettenoper
aufgetaucht sei.
o Infos auch unter: www.wienbibliothek.at
(Schluss) red
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Diensthabender Redakteur
Telefon: 01 4000-81081
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK






