- 02.12.2009, 10:13:51
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Arztbewertung via Internet? Ärztekammer rät zu Skepsis
Dorner: "Subjektive Votings nicht aussagekräftig für fachliche Leistung"
Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) rät zu Skepsis
gegenüber kommerziellen Ärztesuch- und Bewertungsportalen im
Internet. Patientinnen und Patienten sollten sich bei der Suche nach
einem geeigneten Arzt nicht auf derartige Websites im Internet
verlassen, empfahl ÖÄK-Präsident Walter Dorner in einer Aussendung am
Mittwoch.
Aufgrund der Anonymität der Einträge sei die Urheberschaft für die
Nutzer meist nicht nachvollziehbar. Auch seien die Meldungen in Bezug
auf die fachliche Qualität einer Ärztin oder eines Arztes nicht
aussagekräftig. "In der Medizin geht es nicht um Popularität, wie in
der Unterhaltungsbranche, sondern um Heilerfolge. Deshalb können
subjektive Votings sehr irreführend sein", warnte Dorner. Da auch die
Möglichkeit der Manipulation nicht ausgeschlossen sei, sollten
Patienten bei der Suche nach fachlich geeigneten Ärzten besser den
Hausarzt fragen oder sich im Freundeskreis oder Selbsthilfegruppen
umhören. Die Arztsuchmaschinen der Landesärztekammern enthielten
ferner wertvolle Hinweise etwa auf Zusatzausbildungen gesuchter
Ärztinnen und Ärzte, Erreichbarkeit oder Barrierefreiheit.
Insgesamt habe er zwar Verständnis, wenn Patienten sich auch über das
Internet über Ärzte informieren wollten. "In einem so sensiblen
Bereich wie der Medizin halte ich aber den direkten Austausch mit
Experten oder Freunden für wichtiger. Von einem anonymen
Internet-Eintrag über ein schönes Wartezimmer oder eine nette
Assistentin kann man noch lange nicht auf die medizinische Leistung
schließen", so Dorner. (bm)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Dipl.-Jour. Birgit Merz
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 45
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