- 30.11.2009, 18:33:00
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Berlakovich: 32 Millionen für dringende Altlastensanierung
20 Jahre Altlastensanierung in Österreich ist Erfolgsgeschichte
Wien (OTS) - Bei der heutigen Sitzung der Altlastenkommission
wurden rund 32 Mio. Euro für dringende Sanierung von
Altlastenstandorten bewilligt. Das ist ein weiterer Meilenstein in
der Erfolgsgeschichte der heimischen Altlastensanierung. Insgesamt
wurden damit heuer 20 Förderungsanträge zur
Altlastensanierung/-sicherung und Forschung mit einem
Förderungsvolumen von 43,5 Mio. Euro genehmigt. "Österreich ist heute
ein internationaler Spitzenreiter in der Bewältigung der
Altlastenproblematik. Mit den Bundesförderungen für Sanierungen
erzielen wir einen hervorragenden Umwelt- und Gewässerschutz und
schaffen darüber hinaus einen wichtigen Arbeitsplatzfaktor", betonte
Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der 49.
Altlastensanierungskommissionssitzung in Wien.
Bislang wurden aus dem Altlastenfonds des Umweltministeriums 700
Millionen Euro für 100 Altlastensanierungen bereit gestellt, die ein
Investitionsvolumen von mehr als 1 Mrd. Euro ausgelöst haben. Im
langjährigen Durchschnitt übernimmt der Bund durch das
Förderungs-instrument rund 75 Prozent der Kosten in der
Altlastensanierung.
Mit den heute beschlossenen 32 Mio. Euro wird mit der Sanierung
der in der Prioritätenklasse 1 eingestuften Altlast "Kokerei Linz"
begonnen, die ein Teil des Areals der voestalpine Eisen- und
Stahlwerke Linz ist. Dabei werden die zum Teil noch auf
Kriegseinwirkungen zurückzuführende großflächige Verunreinigungen des
Untergrundes mit Benzol und Teerprodukten mit sogenannten Dichtwänden
umschlossen und in weiterer Folge sukzessive entfernt. Für die
Sanierung des gesamten Standortes sollen in den nächsten zehn Jahren
mehr als 100 Mio. Euro an Bundesförderungen bereitgestellt werden.
Die Altlastenbeiträge werden seit Inkrafttreten des
Altlastensanierungsgesetzes vor 20 Jahren eingehoben und sind für die
Sanierung von Altlasten zweckgebunden. Die Erfolgsbilanz kann sich
sehen lassen. Bislang wurden damit rund 100 Standorte von zirka 250
ausgewiesenen sanierungsbedürftigen Altlasten mit erheblicher
Gefährdung saniert, bei rund 100 weiteren Altlasten sind
Sanierungsmaßnahmen bereits in Durchführung oder Planung.
Durch die Sanierungsprojekte konnten Grundwasserkörper im Ausmaß
von rund 50 Millionen Kubikmeter qualitativ verbessert - das
entspricht dem jährlichen Verbrauch von ca. 1,7 Mio. Personen - und
kontaminierter Untergrund im Ausmaß von rund zehn Millionen Tonnen
entsorgt werden. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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