- 30.11.2009, 11:12:13
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AKOÖ präsentiert den Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitor - 42 Prozent der Beschäftigten gehen auch bei Krankheit arbeiten
Wien (OTS) - 42 Prozent der unselbständig Beschäftigten gingen im
vergangenen Halbjahr zumindest einmal krank zur Arbeit. Frauen (43
Prozent) taten dies etwas häufiger als Männer (40 Prozent). Das ist
ein zentrales Ergebnis des heute in Wien erstmals präsentierten
Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitors der AK Oberösterreich.
Branchen, in denen die Arbeitnehmer/-innen sehr häufig trotz
Krankheit arbeiten gehen, sind: Gesundheitswesen (59 Prozent),
Verkehr / Transportwesen (51 Prozent), Handel (50 Prozent), Industrie
/ Gewerbe (48 Prozent) sowie das Bauwesen (43 Prozent).
Es handelt sich dabei nicht um einzelne Tage: So sind es auf ein
halbes Jahr gerechnet im Schnitt neun Tage, also knapp zwei
Arbeitswochen, die die Betroffenen trotz gesundheitlicher Beschwerden
zur Arbeit gehen. Besonders häufig gehen die Befragten trotz
Krankheit zur Arbeit, wenn sie kein gutes Verhältnis zu den
Vorgesetzten haben (58 Prozent), allgemein eine niedrig
qualifizierte, einseitige Tätigkeit ausüben (57 Prozent) oder unter
Zeitdruck stehen (52 Prozent).
58 Prozent begründen ihre Entscheidung mit dem Pflichtgefühl
gegenüber ihren Kollegen/-innen, 37 Prozent meinen, es wäre dann
Arbeit liegen geblieben und 31 Prozent haben schlichtweg keine
Vertretung, die die Arbeit übernehmen hätte können. Immerhin 14
Prozent sind aus Angst vor Konsequenzen trotz Krankheit zur Arbeit
gegangen.
Der Österreichische Arbeitsgesundheitsmonitor wurde auf der
Grundlage von ausgedehnten Feldstudien in den Jahren 2006 und 2007
entwickelt. Er ist repräsentativ für alle unselbständig Beschäftigten
in Österreich. Der Österreichische Arbeitsgesundheitsmonitor ist eine
umfassende Erhebung der subjektiven gesundheitlichen Befindlichkeit
von Arbeitnehmer/-innen.
Im Rahmen des Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitors werden
neben klassischen Beeinträchtigungen und psychosomatischen
Beschwerdebildern auch psychische Beeinträchtigungen sowie positive
Indikatoren der Gesundheit (Persönlichkeitsentwicklung,
Selbstwirksamkeit, Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit, Sinnwahrnehmung
im Leben etc.) erhoben.
Damit wird auf Basis der WHO-Definition ein breiter
Gesundheitsbegriff konsequent angewendet und in Beziehung zu den
Arbeitsbedingungen gesetzt: Es zeigt sich, dass den Betroffenen
vielfach die Abhängigkeit ihrer Beschwerden von den
Arbeitsbelastungen nicht bewusst ist.
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. Rainer Brunhofer
Tel.: (0732) 6906-2185
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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