• 27.11.2009, 10:14:43
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Hundstorfer: Wollen Armutsgefährdung entgegensteuern

Weiterentwicklung der so genannten "Green-Jobs" wichtig

Wien (OTS/SK) - "Mit der aktuellen Arbeitsmarktpolitik bemühen wir
uns den bestehenden Problemen sowie der Armutsgefährdung
entgegenzusteuern", betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am
Donnerstagabend während einer Podiumsdiskussion der
"ÖKOBÜRO-Konferenz" zum Thema "umso besser - Umwelt- und
Sozialpolitik besser verknüpfen". "Wir werden die Investitionen in
den Arbeitsmarkt im nächsten Jahr erhöhen, weil sich der Arbeitsmarkt
nicht so schnell von der Wirtschaftskrise erholen wird", erklärte
Hundstorfer und unterstrich die Bedeutung von so genannten
"Green-Jobs", deren Weiterentwicklung, sowie Umschulungs- und
Weiterbildungsmaßnahmen in Zeiten der Krise. ****

Im Industriebereich wurden bisher zehn Prozent der Jobs, bedingt
durch die Wirtschaftskrise, abgebaut. "Diese Menschen brauchen nun
einen Job, Antworten und Perspektiven", betonte Hundstorfer und
erklärte weiters: "Im Sozial- und Gesundheitswesen ist der
Arbeitsmarkt sehr aufnahmebereit, denn seit Jahresbeginn konnten
bereits 13.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wobei die
Tendenz steigend ist."

In der thematisch breit gestreuten Diskussion stellte die
Energiepolitik ein dominantes Thema dar, besonders die thermische
Sanierung wurde vielfach angesprochen. "Das heurige Modell bzw.
Programm der thermischen Sanierung bezog sich in erster Linie auf
Einfamilienhäuser", so der Sozialminister, der weiters klarstellte:
"Wir müssen jedoch weitere Programme entwickeln, die auch
mehrgeschossige Bauten berücksichtigen." Der Sozialminister steht im
ständigen Dialog mit den Gas- und Stromunternehmen Österreichs, um
sich auf einen moderaten Abschalt- und Einschalttarif zu einigen.
"Ich bin zuversichtlich", so Hundstorfer.

Mehr Verteilungsgerechtigkeit in Österreich notwendig

In der Sozialdemokratie sei man sich über die Notwendigkeit einer
gerechteren Verteilung von Vermögen einig. Dies beginne, laut
Hundstorfer, bei der Versteuerung von Stiftungen, Börsenumsatzsteuern
oder Spekulationsfristen. "Wir diskutieren in der Regierung über
Vermögenssteuern, jedoch nicht über Grundsteuern", stellte der
Sozialminister klar und unterstrich abschließend: "Auch die Frage der
Höchstbemessungsgrundlage der Sozialversicherung muss ebenfalls
diskutiert werden." (Schluss) ab

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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