- 26.11.2009, 16:33:37
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Prävention - zielgruppengerecht und dadurch umso wirksamer
LSth. Wallner eröffnete Trinationale Tagung in Bregenz
Bregenz (OTS/VLK) - Unter dem - bewusst provokant formulierten -
Titel "Umgang mit Vielfalt. Ist die Prävention überfordert?" stand
die 3. Trinationale Tagung heute, Donnerstag, in Bregenz. Rund 60
Fachleute aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Vorarlberg
nahmen an der Veranstaltung teil, die von der Werkstatt für
Suchtprophylaxe SUPRO organisiert wurde. "Die Suchtarbeit zählt zu
jenen Bereichen, wo ein regelmäßiger grenzüberschreitender
Erfahrungsaustausch und ein koordiniertes Vorgehen besonders wichtig
sind", sagte Gesundheitsreferent Landesstatthalter Markus Wallner bei
der Eröffnung. Die Durchführung solcher Fachtagungen zeuge daher vom
Weitblick der Verantwortlichen in den beteiligten Institutionen.
Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen der Gesundheitsförderung
und Suchtprävention mit Fokus auf zielgruppengerechte Angebote.
Wallner: "Maßnahmen, die konkrete Personenkreise ganz gezielt
ansprechen, sind umso wirksamer. Deshalb geht es bei den
Präventionsaktivitäten der Zukunft darum, bestimmte Zielgruppen noch
besser zu erreichen."
Die SUPRO bewährt sich in Vorarlberg seit vielen Jahren als
kompetente Fachstelle in Sachen Suchtprävention, unter deren
Federführung erfolgreiche Projekte wie "Kinder stark machen", "Spaß
mit Maß" und das im Rahmen des Staatspreises Werbung 2008
ausgezeichnete KENNiDI umgesetzt wurden bzw. werden. Wesentliches
Ziel der SUPRO ist es, einen Beitrag zum körperlichen, seelischen und
sozialen Wohlbefinden junger Menschen zu leisten. Darin sieht LSth.
Wallner eine grundlegende Aufgabe: "Jugendlichen ein höheres Maß an
Selbstbestimmung über ihre eigene Gesundheit zu vermitteln, ist die
Voraussetzung, um auch als Erwachsener Gesundheit als wesentlichen
Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen."
Als Hauptreferent der Trinationalen Tagung sprach der Düsseldorfer
Universitätsprofessor Heiner Barz zum Thema "Gesundheitsbildung und
Milieu". Wegen des in verschiedenen sozialen Milieus sehr
unterschiedlichen Verständnisses von Gesundheit und Krankheit, von
Fitness, Sport, Risiko- und Genußorientierung bietet dieses
sozialwissenschaftliche Modell eine Reihe von Ansatzpunkten für für
Prävention und Intervention. Professor Barz erläuterte ausgewählte
Befunde und mögliche Umsetzungsstrategien für die Praxis.
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