Wien (OTS/SK) - "Jede fünfte Frau ist in ihrem Leben mit Gewalt konfrontiert. Sogar jede dritte bis fünfte Frau erfährt Gewalt in ihrer Beziehung." Auf diese Problematik machte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek während einer Podiumsdiskussion des VSStÖ zum Thema "Talk about ... Gewalt an Frauen", aufmerksam. "Der Opferschutz wurde durch die Novellierung des Gewaltschutzgesetzes aus dem Jahr 1997 verbessert", so Heinisch-Hosek, die ebenfalls betonte: "Auf der Ebene der strukturellen Gewalt muss noch viel passieren." Mit dem Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt soll bis 2013 gerade im Bereich der ökonomischen Diskriminierung vieles verbessert werden. ****
Das Gewaltschutzgesetz wurde heuer unter anderem dahingehend verbessert, dass die Wegweisung des Täters von zehn auf vierzehn Tage, und eine mögliche Einstweilige Verfügung von drei Monaten auf bis zu 6 Monaten ausgedehnt wurde. "Die Zahlen zeigen, dass sich die Gewalt gegen Frauen dramatisch entwickelt", erklärte Heinisch-Hosek und verwies auf die Fakten: "Im Jahr 2001 gab es insgesamt 1.400 Wegweisungen, im Jahr 2008 vergrößerte sich die Zahl auf 6.500. 2001 wurden 4.000 Opfer betreut, 2008 waren es schon 14.000." Die Zahlen belegen, dass die Situation alarmierend ist.
Zwtl.: Ökonomische Unabhängigkeit von Frauen verbessern
Frauen arbeiten meist in Branchen, die schlechter bezahlt sind - etwa im Pflegebereich. "Es gilt daher, den Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsmarkt bis 2013 umzusetzen", betonte Heinisch-Hosek. Die Ziele des Nationalen Aktionsplans sind beispielsweise die Einkommensschere zu verringern, Mädchen und junge Frauen bei den Berufs- und Bildungswegen zu begleiten und ihnen alle Möglichkeiten aufzuzeigen, sowie Frauen ins Erwerbsleben zu bekommen. Heinisch-Hosek betonte ebenfalls die Notwendigkeit, legistischer Maßnahmen zu schaffen, wie die Offenlegung der Gehälter in Betrieben mit mehr als 25 MitarbeiterInnen zur Verbesserung der Lohntransparenz. Ein weiteres Anliegen der Frauenministerin ist, mehr Frauen in Führungspositionen, vor allem aber in Aufsichtsräte zu bekommen, denn viele Studien belegten, dass die Arbeit von Frauen in höheren Positionen wirtschaftliche Erfolge mit sich bringt. "Wir müssen die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen verbessern, dazu braucht es jedoch gesetzliche und verpflichtende Maßnahmen", betonte Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) ab
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OTS0088 2009-11-26/10:22
261022 Nov 09
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18.03.2010 / 12:05:07 / Bundespressedienst
18.03.2010 / 11:13:00 / SPÖ-Parlamentsklub
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