oewapixel

OTS0088 / 26.11.2009 / 10:22 / Channel: Politik / Aussender: SPÖ Pressedienst
Stichworte: Frauen / Gewalt / Heinisch-Hosek / Opferschutz / SPÖ


Heinisch-Hosek: "Opferschutz durch Zweites Gewaltschutzgesetz verbessert"

Utl.: Frauenministerin bei Podiumsdiskussion des VSStÖ anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen =


   Wien (OTS/SK) - "Jede fünfte Frau ist in ihrem Leben mit Gewalt
konfrontiert. Sogar jede dritte bis fünfte Frau erfährt Gewalt in
ihrer Beziehung." Auf diese Problematik machte Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek während einer Podiumsdiskussion des VSStÖ zum
Thema "Talk about ... Gewalt an Frauen", aufmerksam. "Der Opferschutz
wurde durch die Novellierung des Gewaltschutzgesetzes aus dem Jahr
1997 verbessert", so Heinisch-Hosek, die ebenfalls betonte: "Auf der
Ebene der strukturellen Gewalt muss noch viel passieren." Mit dem
Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern
am Arbeitsmarkt soll bis 2013 gerade im Bereich der ökonomischen
Diskriminierung vieles verbessert werden. ****
Das Gewaltschutzgesetz wurde heuer unter anderem dahingehend
verbessert, dass die  Wegweisung des Täters von zehn auf vierzehn
Tage, und eine mögliche Einstweilige Verfügung von drei Monaten auf
bis zu 6 Monaten ausgedehnt  wurde. "Die Zahlen zeigen, dass sich die
Gewalt gegen Frauen dramatisch entwickelt", erklärte Heinisch-Hosek
und verwies auf die Fakten: "Im Jahr 2001 gab es insgesamt 1.400
Wegweisungen, im Jahr 2008 vergrößerte sich die Zahl auf 6.500. 2001
wurden 4.000 Opfer betreut, 2008 waren es schon 14.000." Die Zahlen
belegen, dass die Situation alarmierend ist. 
Zwtl.: Ökonomische Unabhängigkeit von Frauen verbessern
Frauen arbeiten meist in Branchen, die schlechter bezahlt sind  -
etwa im Pflegebereich. "Es gilt daher, den Nationalen Aktionsplan für
die Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsmarkt bis 2013
umzusetzen", betonte Heinisch-Hosek. Die Ziele des Nationalen
Aktionsplans sind beispielsweise die Einkommensschere zu verringern,
Mädchen und junge Frauen bei den Berufs- und Bildungswegen zu
begleiten und ihnen alle Möglichkeiten aufzuzeigen, sowie Frauen ins
Erwerbsleben zu bekommen. Heinisch-Hosek betonte ebenfalls die
Notwendigkeit, legistischer Maßnahmen zu schaffen, wie die
Offenlegung der Gehälter in Betrieben mit mehr als 25
MitarbeiterInnen zur Verbesserung der Lohntransparenz. Ein weiteres
Anliegen der Frauenministerin ist, mehr Frauen in Führungspositionen,
vor allem aber in Aufsichtsräte zu bekommen, denn viele Studien
belegten, dass die Arbeit von Frauen in höheren Positionen
wirtschaftliche Erfolge mit sich bringt. "Wir müssen die ökonomische
Unabhängigkeit von Frauen verbessern, dazu braucht es jedoch
gesetzliche und verpflichtende Maßnahmen", betonte Heinisch-Hosek
abschließend. (Schluss) ab
Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien 
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/impressum
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0088    2009-11-26/10:22
261022 Nov 09
NSK0002 0369
Feedback