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GÖG: Experten für ein vernetztes Gesundheitswesen

Strukturplanung, Qualitätssicherung und Gesundheitsförderung unter einem Dach

Wien (OTS) - Mit seinen komplexen Strukturen und verflochtenen Finanzströmen ist das österreichische Gesundheitswesen selbst für Kenner nicht leicht zu überblicken. Die Zahl der Akteure ist groß, die Kompetenzen sind zersplittert, und oft wird ein gemeinsames Ziehen an einem Strang schmerzlich vermisst. "Wir leisten mit unserer Arbeit einen wesentlichen Beitrag dazu, alle maßgeblichen Akteure an einen Tisch zu holen und die vielfältigen Aktivitäten zu koordinieren", betonte Dr. Arno Melitopulos, seit Juni 2009 neuer Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, am Mittwoch, dem 25. November 2009, bei einem Pressegespräch in Wien.

Die Gesundheit Österreich (GÖG) wurde im Jahr 2006 als nationales Forschungs- und Planungsinstitut für das Gesundheitswesen sowie als Kompetenz- und Förderstelle für die Gesundheitsförderung errichtet. Das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) und der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), etablierte Einrichtungen seit 1973 bzw. 1998, wurden als Geschäftsbereiche eingegliedert. Im Jahr 2007 folgte das Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG) als dritter Geschäftsbereich.

Vom Wissen zur Umsetzung

"Unser Ziel und Auftrag ist es, der Strukturplanung, Gesundheitsförderung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen einen Rahmen zu geben und so die zahlreichen Anstrengungen in diesen Bereichen zu bündeln", sagt Melitopulos. "Dabei bewegen wir uns in keinem Elfenbeinturm, sondern bewerkstelligen den Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Grundlagenarbeit und Praxis. Von der fachlichen Basisarbeit über die Konzeption bis zur Umsetzung können wir umfassende Kompetenz anbieten". Das Motto der GÖG lautet: "Vom Wissen zur Umsetzung" - "Getting Evidence into Practice".

Das ÖBIG führt Forschungs- und Planungsarbeiten durch (z. B. Österreichischer Strukturplan Gesundheit, Regionale Strukturpläne etwa für Salzburg, Tirol, Kärnten und Wien), erstellt Gesundheitsberichte und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Gesundheitsökonomie, System- und Präventionsforschung und erstellt Curricula für nichtärztliche Gesundheitsberufe. "Das ÖBIG befasst sich zudem noch mit einigen Spezialbereichen, wie etwa dem Transplantationswesen, der Zahngesundheit und Drogen", so Melitopulos weiter.

Akzeptanz und Verbindlichkeit

"Gerade im Bereich der Qualitätssicherung gibt es viele gute Konzepte und engagierte Initiativen, die oft nicht nachhaltig in der Praxis umgesetzt werden", betont die Leiterin des BIQG, Eva-Maria Baumer MPH. "Die Patientinnen und Patienten haben ein Recht darauf, dass die Sicherung der Qualität im Gesundheitswesen höchste Priorität hat und die Information darüber auch transparent gemacht wird. Es geht darum, sinnvolle und praktikable Standards mit Verbindlichkeit auszustatten, auch wenn sie Geld kosten und Veränderung bedeuten."

Das Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG) ist im Auftrag der Bundesgesundheitskommission für die Entwicklung, Umsetzung und regelmäßige Evaluierung eines gesamtösterreichischen Qualitätssystems, das den Prinzipien der Patientenorientierung, Transparenz, Effektivität und Effizienz folgt, zuständig. Zentrales Element soll dabei in Zukunft eine regelmäßige Berichterstattung über das Qualitätssystem im österreichischen Gesundheitswesen spielen.

Nachhaltig und wirksam

Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) ist die nationale Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung und Prävention. Als "Dienstleister" fördert der FGÖ diverse Projekte und führt Kampagnen durch. Ziel ist es, gesunde Lebensweisen und Lebenswelten für möglichst viele Menschen in Österreich erreichbar zu machen. Insgesamt flossen bisher mehr als 36 Millionen Euro in die Unterstützung von rund 725 Projekten. "Vor allem in der Prävention und Gesundheitsförderung ist die Bündelung der Aktivitäten von zentraler Bedeutung", betont der Leiter des FGÖ, Mag. Christoph Hörhan. "Wir haben begrenzte Mittel zur Verfügung und müssen dafür sorgen, dass diese möglichst wirksam und nachhaltig eingesetzt werden."

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