OTS0023   26. Nov. 2009, 08:36

GÖG: Experten für ein vernetztes Gesundheitswesen

Strukturplanung, Qualitätssicherung und Gesundheitsförderung unter einem Dach


Mit seinen komplexen Strukturen und verflochtenen
Finanzströmen ist das österreichische Gesundheitswesen selbst für
Kenner nicht leicht zu überblicken. Die Zahl der Akteure ist groß,
die Kompetenzen sind zersplittert, und oft wird ein gemeinsames
Ziehen an einem Strang schmerzlich vermisst. "Wir leisten mit unserer
Arbeit einen wesentlichen Beitrag dazu, alle maßgeblichen Akteure an
einen Tisch zu holen und die vielfältigen Aktivitäten zu
koordinieren", betonte Dr. Arno Melitopulos, seit Juni 2009 neuer
Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, am Mittwoch, dem 25.
November 2009, bei einem Pressegespräch in Wien.

Die Gesundheit Österreich (GÖG) wurde im Jahr 2006 als nationales
Forschungs- und Planungsinstitut für das Gesundheitswesen sowie als
Kompetenz- und Förderstelle für die Gesundheitsförderung errichtet.
Das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) und
der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), etablierte Einrichtungen seit
1973 bzw. 1998, wurden als Geschäftsbereiche eingegliedert. Im Jahr
2007 folgte das Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen
(BIQG) als dritter Geschäftsbereich.

Vom Wissen zur Umsetzung

"Unser Ziel und Auftrag ist es, der Strukturplanung,
Gesundheitsförderung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen einen
Rahmen zu geben und so die zahlreichen Anstrengungen in diesen
Bereichen zu bündeln", sagt Melitopulos. "Dabei bewegen wir uns in
keinem Elfenbeinturm, sondern bewerkstelligen den Brückenschlag
zwischen wissenschaftlicher Grundlagenarbeit und Praxis. Von der
fachlichen Basisarbeit über die Konzeption bis zur Umsetzung können
wir umfassende Kompetenz anbieten". Das Motto der GÖG lautet: "Vom
Wissen zur Umsetzung" - "Getting Evidence into Practice".

Das ÖBIG führt Forschungs- und Planungsarbeiten durch (z. B.
Österreichischer Strukturplan Gesundheit, Regionale Strukturpläne
etwa für Salzburg, Tirol, Kärnten und Wien), erstellt
Gesundheitsberichte und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen
Gesundheitsökonomie, System- und Präventionsforschung und erstellt
Curricula für nichtärztliche Gesundheitsberufe. "Das ÖBIG befasst
sich zudem noch mit einigen Spezialbereichen, wie etwa dem
Transplantationswesen, der Zahngesundheit und Drogen", so Melitopulos
weiter.

Akzeptanz und Verbindlichkeit

"Gerade im Bereich der Qualitätssicherung gibt es viele gute
Konzepte und engagierte Initiativen, die oft nicht nachhaltig in der
Praxis umgesetzt werden", betont die Leiterin des BIQG, Eva-Maria
Baumer MPH. "Die Patientinnen und Patienten haben ein Recht darauf,
dass die Sicherung der Qualität im Gesundheitswesen höchste Priorität
hat und die Information darüber auch transparent gemacht wird. Es
geht darum, sinnvolle und praktikable Standards mit Verbindlichkeit
auszustatten, auch wenn sie Geld kosten und Veränderung bedeuten."

Das Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG) ist im
Auftrag der Bundesgesundheitskommission für die Entwicklung,
Umsetzung und regelmäßige Evaluierung eines gesamtösterreichischen
Qualitätssystems, das den Prinzipien der Patientenorientierung,
Transparenz, Effektivität und Effizienz folgt, zuständig. Zentrales
Element soll dabei in Zukunft eine regelmäßige Berichterstattung über
das Qualitätssystem im österreichischen Gesundheitswesen spielen.

Nachhaltig und wirksam

Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) ist die nationale
Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung und Prävention. Als
"Dienstleister" fördert der FGÖ diverse Projekte und führt Kampagnen
durch. Ziel ist es, gesunde Lebensweisen und Lebenswelten für
möglichst viele Menschen in Österreich erreichbar zu machen.
Insgesamt flossen bisher mehr als 36 Millionen Euro in die
Unterstützung von rund 725 Projekten. "Vor allem in der Prävention
und Gesundheitsförderung ist die Bündelung der Aktivitäten von
zentraler Bedeutung", betont der Leiter des FGÖ, Mag. Christoph
Hörhan. "Wir haben begrenzte Mittel zur Verfügung und müssen dafür
sorgen, dass diese möglichst wirksam und nachhaltig eingesetzt
werden."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0023 2009-11-26 08:36 260836 Nov 09 GOE0001 0547



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