• 25.11.2009, 16:56:19
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Johannes Hahn: "Dialog Hochschulpartnerschaft" als Auftakt zu intensivem Arbeits- und Diskussionsprozess

Brauchen maximal breiten gesellschaftlichen Konsens bei Weiterentwicklung des tertiären Sektors - fünf Arbeitsforen werden eingerichtet

Wien (OTS) - Mit dem heutigen "Dialog Hochschulpartnerschaft" in
der Aula der Wissenschaften hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn
einen "intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess" begonnen. "Wir
brauchen zur Weiterentwicklung des tertiären Sektors einen maximal
breiten gesellschaftlichen Konsens", kündigte Hahn den Beginn eines
Prozesses an. "Das Ziel ist es, eine faktenorientierte
Hochschul-Entwicklung voranzutreiben. Es geht um die Zukunft unserer
Universitäten, Fachhochschulen und weiteren Einrichtungen des
tertiären Sektors. " Dazu werden fünf Arbeitsforen eingerichtet.
Weiters skizzierte Hahn Maßnahmen, die rasch umgesetzt werden bzw.
bereits in Umsetzung sind.

Auf Vorschlag des Ministers sollen sich fünf Arbeitsforen folgenden
Themen widmen:

- Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors

- Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors: Universitäten,
Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen u.a.

- Bologna & Studienstruktur (Curricula) & Lehre

- Studienwahl und Hochschulzugang

- Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung

Im Dezember soll es erste Treffen der Arbeitsforen geben, bis zum
Sommer entsprechende Ergebnisse vorliegen - "auf maximal breiter
gesellschaftlicher Basis", wie Hahn betonte. Er hoffe auf eine
"möglichst breite Mitwirkung an diesem Prozess". Und auch wenn er
diesen Prozess nicht abschließen werde - "ich beginne ihn, und zwar
mit voller Kraft und ich werde bis zur letzten Minute daran
arbeiten".

Konkrete Maßnahmen, die rasch umgesetzt werden bzw. bereits in
Umsetzung sind:

- 34 Millionen Euro als Sofortmaßnahme für bessere Studien- und
Lehrbedingungen in jenen Studien, in denen es eine besondere
Belastungssituation auf Grund der stark steigenden Studierendenzahlen
gibt. Hochschüler/innen/schaft und Rektorate an den jeweiligen Unis
können bis zum 15. Jänner Vorschläge für Maßnahmen einreichen.

- Aus dem Konjunkturpaket II fließen 34 Millionen Euro als
Investitionen für modernere Geräte und Forschungsinfrastruktur.

- Bessere Vernetzung und Ausbau der Studienberatung und
Studieninformation für Schüler/innen, Maturant/innen und
Studienanfänger/innen. Für den flächendeckenden Ausbau des
"Studiencheckers" stellt das BMWF die entsprechenden Mittel bereit
(rund eine Million jährlich).

- Weiters sollen ein bis zwei weitere Lehrstühle für Hochschul- bzw.
Hochschulbildungsforschung eingerichtet werden.

Am heutigen "Dialog Hochschulpartnerschaft" hatten teilgenommen:
Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Vertreter/innen der
Sozialpartner, die Klubobleute und Wissenschaftssprecher/innen der
Parlamentsparteien, das Präsidium der Universitätenkonferenz, die
Exekutive der ÖH sowie die Vorsitzenden der einzelnen
Studierendenfraktionen, Vertreter/innen der protestierenden
Studierenden, Vertreter/innen der Fachhochschulen,
Privatuniversitäten, des Wissenschaftsrates, Forschungsrates,
Akkreditierungsrates sowie der Pädagogischen Hochschulen, die
Bundesschulsprecherin, die zuständigen Landesräte sowie Expert/innen.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007

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