- 25.11.2009, 09:22:37
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SP-Krotsch: Wiener Gewaltschutz ist vorbildlich!
Frauensekretärin der Wiener SPÖ zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Wien (OTS/SPW) - "Wien ist beim aktiven Gewaltschutz ein Vorbild
für ganz Österreich, denn wir sehen nicht weg und unternehmen alles,
um Gewaltopfern rasch helfen zu können und in dieser schweren Zeit
zielgenau zu unterstützen", betonte die Frauensekretärin der Wiener
SPÖ, LAbg. Nicole Krotsch anlässlich des Internationalen Tages gegen
Gewalt an Frauen.****
Für die Frauensekretärin steht fest, dass es Aufgabe der Politik sei,
Opfern von Gewalt rasche und unbürokratische Hilfe anzubieten:
"Besonders Frauen und auch deren Kinder sind von physischer oder
psychischer Gewalt betroffen. Die Thematik Gewalt gegen Frauen ist
nach wie vor ein Tabuthema, obwohl jede fünfte Frau in Österreich
körperliche Gewalt in einer Partnerschaft erfährt! Umso wichtiger ist
ein umfangreicher Gewaltschutz, der sich für die Anliegen der Opfer
einsetzt!"
In diesem Sinne wurde auch im gestrigen Wiener Gemeinderat auf
Initiative der SPÖ Wien in einem gemeinsamen Antrag gegen Gewalt
gegen Frauen und Kinder ein umfangreicher Forderungskatalog
präsentiert: "Dieser Antrag ist ein klares Bekenntnis gegen Gewalt
und umfasst wichtige Forderungen, um den Gewaltschutz in Österreich
noch weiter zu optimieren!", unterstrich Krotsch. Unter anderem soll
das Thema "Gewalt" in der Ausbildung der Justizberufe verankert sowie
ein umfassendes Schutzprogramm für Opfer von Gewalt für einen
sicheren Start in ein neues Leben verwirklicht werden. Weiters soll
das Recht auf Prozessbegleitung im Strafverfahren auch Personen
gewährt werden, die zwar nicht Opfer eines Sexual- und
Gewaltdeliktes, aber dennoch durch die Straftat traumatisiert wurden.
Darüber hinaus muss der Bund für den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen
und Kinder ausreichend finanzielle Mittel einsetzen, sei es zur
Prävention oder zur Intervention und längerfristigen Versorgung.
In Wien stehen allen Betroffenen nicht nur vier Frauenhäuser zur
Verfügung, sondern auch das bundesweit dichteste Netz an Hilfs-,
Beratungs- und Betreuungseinrichtungen, die allesamt einen wichtigen
Beitrag zur Unterstützung von Gewaltopfern leisten. So stehe der
kostenlose Frauennotruf der Stadt Wien unter der Telefonnummer 01/71
71 9 rund um die Uhr zur Verfügung und auch die Mädchen- und
Frauenberatungsstellen sowie die Wiener Interventionsstelle gegen
Gewalt in der Familie unterstütze alle Betroffenen.
Neben einem umfangreichen Opferschutznetz werden in Wien auch
zahlreiche bewusstseinsbildende Maßnahmen umgesetzt:
"Frauenstadträtin Sandra Frauenberger setzt mit der
Gewaltschutzkampagne 'Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt' ein
wichtiges Signal, denn zur Prävention von Gewalt und für anhaltende
gewaltfreie Familien bedarf es vor allem der Aufklärung und einer
gesellschaftlichen Stigmatisierung von Gewalt gegen Frauen!", so
Krotsch. Wie entscheidend die Sensibilisierung der Öffentlichkeit
sei, zeige sich auch in aktuellen Ergebnissen des
SORA-Frauenbarometers über das "Sicherheitsempfinden von Frauen in
Wien": Ein Drittel der befragten Frauen gab hierzu an, keine der
bekannten Opferschutzeinrichtungen zu kennen. "Darum ist es genauso
wichtig Geld für die Bewusstseinsbildung in die Hand zu nehmen, um
die Thematik Gewalt an Frauen sichtbar zu machen", betonte die
Frauensekretärin und stellte abschließend fest: "Schnelle,
unbürokratische Hilfe anzubieten, ist grundlegend für ein
funktionierendes Gewaltschutznetz. In Wien wird diese Aufgabe seit
jeher ernst genommen und die Wiener Frauenpolitik wird sich auch
weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen, dass sich hier jede Frau
sicher fühlen kann."
Information:
Unter dem Motto "Ich pfeif' auf Gewalt" und als gemeinsame Aktion des
Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes veranstalten die
Städte Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Knittelfeld, Salzburg, St.
Pölten, St. Valentin, Villach, Wiener Neustadt und Wien am heutigen
Mittwoch, dem 25. November 2009 um 11.30 Uhr hinter dem Wiener
Rathaus am Friedrich-Schmidt-Platz 1 ein österreichweites
Pfeifkonzert gegen Gewalt.
(Schluss) nk
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at
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