Stichworte: Gesundheit, International, Medizin, Sterbehilfe Channel: Chronik
OTS0010   25. Nov. 2009, 08:02

Alkohol-Abstinenz ist ein Gesundheitsrisiko



München (ots) - Moderate Alkoholtrinker haben eine höhere
Lebenserwartung als strenge Abstinenzler. Das ergeben Dutzende von
Studien über den Zusammenhang von Alkoholkonsum und tödlich
verlaufenden Herzerkrankungen, wie die GSAAM e.V. (Deutsche
Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin) auf ihrer
Homepage (www.gsaam.de) berichtet. Auch die Gesamtsterblichkeit unter
Einschluss aller Todesarten, inklusive Krebs, ist deutlich
erniedrigt. Damit korrigieren die "Experten für Gesundes Altern" die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie hatte im Ernährungsbericht
2008 behauptet: Alkohol hat das größte krebsfördernde Potenzial, und
deshalb sollte darauf komplett verzichtet werden. Deshalb erinnert
die GSAAM an die Worte von Paracelsus: "Die Dosis macht das Gift".
Wohl bei keiner Substanz gilt das so sehr wie beim Alkohol.

Zweifellos richtig ist: Manifest Alkoholkranke oder
Suchtgefährdete sollten komplett auf Alkohol verzichten. Wer aber zu
dieser Gruppe nicht gehört - und das sind mehr als 90 Prozent aller
Deutschen - hat durch moderaten Alkoholkonsum einen deutlichen
gesundheitlichen Nutzen.

Dies gilt insbesondere für den Weinkonsum. Wein blickt auf eine
8.000 Jahre alte Geschichte als eines der ältesten Heilmittel zurück.
Mittelalterliche Klöster waren Zentren der Krankenpflege und der
Weinproduktion. Die verheerenden Folgen der Alkoholdestillation
raubten dem Wein dann seine medizinische Bedeutung.

Ein Umdenken leitete das "Französische Paradoxon" ein: In
Frankreich ist trotz fettreicher Ernährung die Rate tödlicher
Herzerkrankungen wesentlich niedriger als in den USA. Besonders
Rotwein liefert günstige Effekte. Er enthält spezielle Phytostoffe
aus den Schalen und Kernen. Wichtigste Substanz ist das Resveratrol.

Bei einem täglichen Alkoholkonsum von rund 30 bis 50 Gramm - das
entspricht etwa zwei Gläsern Wein - liegt das Risiko für tödlich
verlaufende Herzerkrankungen gegenüber den Abstinenzlern um etwa 50
Prozent niedriger. Wein-Polyphenole verbessern die Durchblutung,
bekämpfen aggressive Sauerstoffmoleküle, schützen vor der Oxidation
des LDL-Cholesterins und vor chronisch entzündlichen Prozessen, auch
im Gehirn. Das verringert nicht nur das Risiko für Herzinfarkt
sondern auch für die Alzheimer Demenz.

Die Rotterdamer Alzheimer Studie, mit rund 8.000 Teilnehmern (die
größte prospektive Studie zum Thema Alzheimer) konnte zeigen, dass
1-3 Gläser Wein das Demenzrisiko um mehr als die Hälfte reduzierte.
Moderater Alkoholkonsum schützt also nicht nur das Herz sondern auch
das Hirn.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0010 2009-11-25 08:02 250802 Nov 09 EUN0001 0354



GSAAM e.V. Logo des Aussenders: GSAAM e.V. Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Pressekontakt:
Erika J. M. Bürk
GSAAM e.V.
e.buerk@gsaam.de | T +49(0)1785460652 | www.gsaam.de

Aussendungen von GSAAM e.V. abonnieren: als RSS-Feed per Mail