- 24.11.2009, 15:13:40
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FP-Matiasek(1): Wiener Tierschutz lässt zu wünschen übrig
Wien (OTS/fpd) - Der Wiener Tierschutz lasse in vielen Bereichen
zu wünschen übrig, stellte heute die Tierschutz- und
Integrationssprecherin, LAbg. Veronika Matiasek in ihrer Rede im Zuge
der laufenden Debatte fest und mahnte dringend Maßnahmen zur
Verbesserung der Situation in diesem Bereich ein.
Das derzeitige Wiener Tierschutzhaus sei desolat und könne so nicht
mehr weiter bestehen. Zwar gebe es finanzielle Unterstützung seitens
der Stadt, trotzdem sei es eine permanente Baustelle und damit eine
Schande für Wien. Neue Maßnahmen seien daher schnellstmöglich zu
ergreifen und neue Standards zu schaffen, so Matiasek in Richtung
Frauenberger. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Wiener
Tierschutzverein müsse daher ein zeitgemäßes
Tierschutzkompetenzzentrum errichtet werden. Das Tierschutzhaus wäre
damit nicht mehr nur ein bloßer Unterbringungsort für ausgesetzte und
verlassene Hunde, Katzen usw.. Nach dem Motto alles unter einem Dach
sollten vor Ort auch gleich Tierarztpraxen, eine Tierpension sowie
ein Bildungszentrum für Tierschutz, das die Möglichkeit der
Ausbildung zum Tierpfleger bietet, integrieren werden, skizziert
Matiasek ein Zukunftsmodell. Ebenso könne sich die freiheitliche
Tierschutzsprecherin die räumliche Nähe zur Veterinärmedizinischen
Universität vorstellen, da dort auch der notwendige Platz vorhanden
wäre.
Weiters kritisierte Matiasek, das von Stadträtin Frauenberger
entwickelte 7-Punkte-Programm für die Wiener Fiaker, welches schlicht
als zahnlos zu bezeichnen sei. Es wären nämlich keine nachhaltigen
Konsequenzen für jene, die sich nicht an die Vorschriften halten,
vorgesehen. Die schwarzen Schafe unter den Fiakern würden nur
kurzfristig aus dem Verkehr gezogen oder gar nur abgemahnt und
befänden sich schon nach kurzer Zeit wieder auf der Straße. Es sei
traurig, dass Frauenberger das Wohl der Tiere derart wenig am Herzen
liege, andernfalls hätte sie einem runden Tisch zu diesem Thema
zugestimmt. Dort nämlich hätten Experten und Betroffene gemeinsam
wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vor allem der
Tiere, aber auch der alteingesessenen Fiaker entwickeln können.
Auch im Bezug auf das Ponykarussell im Prater übte die freiheitliche
Tierschutzsprecherin Kritik. Die Ponys müssten stundenlang, bei
großer Lärmbelastung im Kreis laufen und seien nicht selten krank im
Einsatz. Statt im Winter, wenn der Praterbetrieb eingestellt ist,
wohlverdient pausieren zu dürfen, werden einige Ponys auch noch bei
Adventmärkten zu Unterhaltungszwecken eingesetzt. Traditionen seien
gut und schön. Wenn diese allerdings zum Nachteil von Tieren gehe,
wie es hier der Fall sei, müssen Traditionen auch über Bord geworfen
werden, fordert Matiasek. (Forts.) hn
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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