• 24.11.2009, 13:09:11
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Heinisch-Hosek: Der Schutz von Gewaltopfern muss an erster Stelle stehen

Die Familie ist manchmal ein gefährlicher Ort, an dem Morde passieren - Eröffnung der Ausstellung "Silent Witnesses" im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann und Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek eröffneten heute, Dienstag, die Ausstellung
"Silent Witnesses" im Bundeskanzleramt. Die Schau erinnert an Frauen,
die von ihren Partnern oder ehemaligen Partnern ermordet wurden. Die
gezeigten Figuren verdeutlichen als stumme Zeuginnen die
Lebensgeschichten einiger dieser Opfer. "Diese Geschichten stehen
stellvertretend für die vielen Opfer, die es jährlich gibt. Von 37
ermordeten Frauen in Österreich im Vorjahr wurde die Hälfte davon im
Familienverband getötet. Sie lebten also mit den Tätern unter einem
Dach", sagte die Frauenministerin bei der Ausstellungseröffnung.

"Die Familie, die ein Ort der Geborgenheit sein sollte, ist leider
manchmal auch ein sehr gefährlicher Ort, an dem Morde und
Menschenrechtsverletzungen passieren", so Heinisch-Hosek. Daher sei
es wichtig, Gewaltschutzeinrichtungen zu unterstützen und in
präventive Maßnahmen zu investieren. "Ich freue mich, dass wir das
Budget der österreichischen Interventionsstellen für das heurige Jahr
erhöhen konnten", sagte die Frauenministerin und stellte auch eine
Budgetaufstockung für 2010 in Aussicht. Auch mit dem zweiten
Gewaltschutzgesetz, das seit 1. Juni 2009 in Kraft ist, seien massive
Verbesserungen für Gewaltopfer erreicht worden. "Opferschutz steht an
erster Stelle. Gleichzeitig ist es aber auch Aufgabe der Politik,
präventive Maßnahmen zu fördern", so die Frauenministerin. Dazu
würden Angebote zur Konfliktbewältigung an den Schulen,
Präventionsarbeit und Täterarbeit zählen.

Die Ausstellung findet anlässlich der "16 Tage gegen Gewalt" statt,
die von 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen,
bis 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschrechte, andauern.
Die Schau ist im Steinsaal des Bundeskanzleramtes noch bis Freitag,
den 27. November, zu sehen.

Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
[email protected]

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