Wien (OTS) - "Die Senioren leisten mit diesem Abschluss einen großen Budgetbeitrag in Zeiten der Krise", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des VP-Seniorenbundes.
"Der heute gefundene Kompromiss ist für die Bezieher kleinerer Pensionen gerade noch erträglich, die Bezieher mittlerer und höherer Pensionen bescheiden sich mit der Anpassung nach dem Gesetz", so Khol zum heutigen Verhandlungsabschluss.
"Durch harte Verhandlungen konnten wir in diesem Jahr Schlimmeres verhindern", betont Khol. Immerhin hätte die Industrie am liebsten eine "Nulllohnrunde" bei den Pensionisten gesehen, die Regierung hätte schon vor dem Sommer über nur ein Prozent Anpassung laut nachgedacht und die ersten Vorgespräche bestätigten diese Befürchtungen. "Es bedurfte hartnäckiger Verhandlungen und des Pochens auf die Gesetzeslage, um einen vertretbaren Abschluss zu erreichen. Ohne Hinweis auf den Preisindex für Pensionistenhaushalte, der heuer 1,9 Prozent Teuerung ergeben hat, hätten wir das Ziel nicht erreicht", so Khol weiter.
"Mit dem heutigen Abschluss zeigen die Senioren auch ihr Verantwortungsbewusstsein für die Staatsfinanzen. Denn für die diesjährige Pensionsanpassung hatte der Finanzminister die Kosten für 1,8 Prozent Anpassung budgetiert. Die tatsächlichen Kosten bleiben nun jedoch 60 Millionen Euro unter den budgetierten Mitteln", erklärt der VP-Seniorenchef weiter.
In der heutigen Pensionsverhandlung wurde folgende Anpassung vereinbart: Die Pensionisten erhalten die gesetzlich vorgesehenen 1,5 Prozent bis zum so genannten "Deckel" von 2.466,- Euro Bruttopension, darüber ein Fixbetrag von 36,99 Euro (brutto, netto sind dies ca. 19,- Euro). Zusätzlich erhalten Bezieher von Bruttopensionen bis 1.300,- Euro eine nicht sockelwirksame Einmalzahlung. Die Kosten für die Einmalzahlung werden sich insgesamt auf 35 Millionen Euro belaufen, Details müssen jedoch noch geklärt werden. Die Bezieher niedriger Pensionen - und somit die überwiegende Mehrheit der Pensionisten - erhalten somit annähernd die Abgeltung der Senioren-Teuerung (PIPH).
Rückfragehinweis: Österreichischer Seniorenbund Susanne Kofler Tel: 0650-581-78-82 Email: skofler@seniorenbund.at
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