• 23.11.2009, 20:50:10
  • /
  • OTS0250 OTW0250

Verstellte Sicht aufs Wesentliche (von Eva Weissensteiner)

Ausgabe 24. Nov. 2009

Klagenfurt (OTS) - Die Zahlen, die in Sachen Hypo nach und nach
öffentlich werden, sind so gigantisch, dass sie den Blick vernebeln.
Deutlich über eine Milliarde Jahresverlust, eineinhalb Milliarden
Euro Kapitalnot - man schnappt beim Schreiben nach Luft und weiß
schon gar nicht mehr, welche Superlative man der Tastatur noch
abringen könnte, um das Desaster passend zu schildern.

Auch die Frage nach den Verantwortlichkeiten war schnell gestellt und
recht problemlos beantwortet. Was bisher allerdings in der
Hypo-Berichterstattung unterging - und ich nehme mich selbst hier
nicht aus, sondern vielmehr in die Pflicht -, sind die Menschen. Die
Tausenden Mitarbeiter der Hypo, die seit mittlerweile fast vier
Jahren mit Swap-Skandal, Eigentümerwechsel, Gerichtsverfahren,
Kapitalnöten, Staatshilfe, Hausdurchsuchung, vier verschiedenen
Vorstandschefs und nicht zuletzt der permanenten Angst vor dem
Jobverlust leben und arbeiten müssen. Sie bezahlen für eine Malaise,
die sie nicht verursacht haben.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel