- 21.11.2009, 15:05:09
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Johannes Hahn: "Dialog Hochschulpartnerschaft" ist Startschuss für ideologiefreie und faktenbasierte Diskussion
Ausgleichszahlungen mit Deutschland führen nicht zum Ziel - Verantwortung für unsere Hochschulen liegt in Österreich
Wien (OTS) - Als "Startschuss für eine ideologiefreie und
faktenbasierte Diskussion" sieht Wissenschaftsminister Johannes Hahn
den "Dialog Hochschulpartnerschaft" am kommenden Mittwoch, zu dem er
sämtliche Hochschulpartner/innen geladen hat. "Auch die SPÖ ist
eingeladen, ihre alten Denkschablonen in der Löwelstraße zu lassen
und an der Zukunft der heimischen Universitäten und Fachhochschulen
mitzuarbeiten."
Angesichts des Rufes aus der SPÖ nach Ausgleichszahlungen mit
Deutschland und einer "gesamteuropäischen" Lösung zeigt sich der
Wissenschaftsminister verwundert über das europäische Verständnis der
Unterrichtsministerin und SPÖ-Wissenschaftssprecherin.
Ausgleichzahlungen führen nicht zum Ziel und "die Verantwortung für
unsere Hochschulen liegt in Österreich".
"Die Lösung für sämtliche Herausforderungen an den heimischen Unis
kann nicht in unrealistischen Geldflüssen zwischen Deutschland und
Österreich liegen. Das wäre eine verkürzte Sichtweise. Die
zielführende Antwort ist vielmehr eine ehrliche Diskussion darüber,
wie wir den Hochschulzugang künftig regeln", betonte Hahn.
Der Zustrom an deutschen Numerus Clausus-Flüchtlingen sei nicht
das Grundproblem, sondern der Tropfen, der in Österreich das Fass zum
überlaufen bringe. Denn: Die SPÖ klammert sich seit den 1970er Jahren
an den freien Hochschulzugang. Allerdings: Es sei damit - wie auch
Studien belegen - nicht gelungen, mehr Studierende aus sozial
schlechter gestellten Bevölkerungsgruppen eine Hochschulbildung zu
ermöglichen. Hingegen gebe es an Fachhochschulen, die bekanntlich
Aufnahmeverfahren durchführen und zumeist Studienbeiträge einheben,
eine bessere soziale Durchmischung. Und selbst Kanzler Faymann habe
bereits auf das Erfolgsmodell Fachhochschule als "ein gutes Beispiel
dafür, wie eine Regulierung funktionieren kann" hingewiesen.
Abschließend hält Hahn fest: "Ich erwarte mir eine ehrliche
Diskussion über sämtliche Fragestellungen, die es zu beantworten
gibt, damit wir unsere Unis und Fachhochschulen positiv
weiterentwickeln können. Klar ist: Maßgeblich für die
Zukunftsfähigkeit unseres Landes ist die Zahl der Absolventinnen und
Absolventen, die gilt es zu steigern. Dieses Ziel sollten wir alle
teilen, über den Weg dorthin müssen wir nun Konsens erzielen."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007
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