Wien (OTS/SPW) - "Es ist bemerkenswert, mit welcher Lockerheit die
ÖVP eigene Versäumnisse vergisst", kommentierte der Wiener
SP-Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer am Samstag Aussagen von
VP-Gemeinderätin Monika Riha. "Ich darf Frau Riha daran erinnern,
dass unter der schwarzblauen Bundesregierung die
Kindergartenmilliarde abgeschafft wurde. Sie hätte in ihrer eigenen
Partei dafür eintreten können, dass die Kinderbetreuung in Österreich
mit den entsprechenden finanziellen Mitteln forciert wird", so
Wutzlhofer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. Erst unter
sozialdemokratischer Führung habe die Bundesregierung wieder
Verantwortung für den Kindergartenbereich übernommen. Im übrigen habe
Wien - als einziges Bundesland! - bereits vor fast zwei Jahren auf
die knapper werdenden Personalressourcen reagiert und drei neue
Lehrgänge für KindergartenpädagogInnen ins Leben gerufen. Wutzlhofer:
"Allein heuer hat die Stadt 323 neue PädagogInnen aufgenommen."****
"Erfreulich ist, dass die ÖVP in Wien nun Interesse am Thema
Kinderbetreuung zeigt.", so der SP-Gemeinderat, der darauf hinwies,
dass Wien als einziges Bundesland Österreichs den Gratiskindergarten
für alle Kinder von 0 bis 6 Jahren eingeführt hat. Außerdem verfüge
Wien für Unter-Drei-Jährige über die meisten Plätze in ganz
Österreich und baue gerade in diesem Bereich massiv aus. "In vielen
ÖVP-regierten Bundesländern gibt es dieses Angebot kaum bis gar
nicht, von einer Vereinbarkeit der Öffnungszeiten mit einem normalen
Job ganz zu schweigen!", ergänzte Wutzlhofer.
Sowohl für Eltern als auch für die PädagogInnen sei es wichtig,
österreichweit die gleichen Rahmenbedingungen im Bereich
Kinderbetreuung zu haben: "Wien hat sich bereits mehrfach für ein
Bundesrahmengesetz für eine österreichweite einheitliche Regelung der
Kinderbetreuung ausgesprochen", betonte Wutzlhofer. "Dabei geht es um
einheitliche Standards für ganz Österreich. Denn es ist für alle
Beteiligten zu Recht unverständlich, dass es beispielsweise in
Vorarlberg keine Krippenplätze für 0-3 Jährige gibt oder
Niederösterreich bei den 0-3 Jährigen eine höhere Kinderanzahl in der
Gruppe zulässt! Frau Riha ist herzlich eingeladen, sich bei ihren
Parteifreunden dafür einzusetzen, dass ihr Forderungskatalog auch in
den ÖVP-regierten Bundesländern verwirklicht wird." (Schluss) gd
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Mag. Gerlinde Dobusch
Tel.: +43 1 53427/216, Mobil: +43 664 8304545
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