- 21.11.2009, 08:00:40
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"profil": Hypo Alpe-Adria erhielt 2008 Staatshilfen auf Grundlage wohlwollender OeNB-Prüfung
OeNB bescheinigte Bank "weitgehend bereinigtes Kreditportfolio" und prognostizierte Gewinne 2009
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, erhielt die schwer angeschlagene
Kärntner Hypo Alpe-Adria Ende 2008 Staatshilfen auf Grundlage einer
wohlwollenden wie oberflächlichen Prüfung durch die Oesterreichische
Nationalbank. So wurden etwa die Ertragsaussichten der Bank laut
einer "profil" vorliegenden OeNB-Stellungnahme an das
Finanzministerium vom Dezember 2008 überaus positiv beurteilt. "Nach
den Verlusten in den Jahren 2007 und 2008, in denen vor allem ein
Bereinigungsprozess im Kreditportfolio vorgenommen wurde, plant die
HGAA (Hypo Group Alpe-Adria, Anm.) für 2009 und Folgejahre Gewinne",
heißt es darin wörtlich. Und weiter: "In Bezug auf die
wirtschaftliche Lage der HGAA ist insbesondere anzuführen, dass die
HGAA auf Basis eines weitgehend bereinigten Kreditportfolios für 2009
einen Gewinn in Höhe von 225 Mio. EUR plant." Abschließend hält die
Nationalbank in ihrem Dossier fest: "Auf dieser Basis ist die HGAA
daher nicht als ,distressed' (Not leidend, Anm.) im Sinne unmittelbar
erforderlicher Rettungsmaßnahmen anzusehen."
Tatsächlich steuert die Bank heuer auf einen Verlust von mehr als
einer Milliarde Euro zu, der akute Kapitalbedarf dürfte bei rund 1,5
Milliarden Euro liegen.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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