Klagenfurt (OTS) - Es ist schon beachtlich, wie man sich auf
Polit-Ebene wieder einmal aus der Verantwortung stehlen will. Die
Hypo ist am Sand - und keiner wills gewesen sein. Dabei hatte die
Politik die ganze Zeit ihre Finger im Spiel. Es begann 2005, als das
Land auf seine Hypo-Anteile eine Wandelanleihe ausgab und damit 500
Millionen Euro in die Landeskassa spülte. Dieses geborgte Geld sollte
nach einem Börsegang der Bank zurückgezahlt werden. Doch die
Swap-Verluste machten die Börsepläne zunichte.
Also musste schnell ein Käufer her, und zwar unbedingt vor Ablauf der
Wandelanleihe.
Da kam das Interesse der BayernLB gerade recht. Und auch dieses war
politisch gesteuert. Die CSU hatte ihre Landesbank jahrelang dazu
gedrängt, endlich in den Südosten zu expandieren, um die heimischen
Unternehmen bei ihren Auslandsbestrebungen unterstützen zu können. Da
kam die Hypo gerade recht. Gar nicht recht kam die Krise, denn erst
sie brachte die Balken-Leichen der Bank ans Tageslicht. Dumm
gelaufen.
Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt, , Eva Weissensteiner, Tel.: 0463/5866-521, E-Mail: eva.weissensteiner@ktz.at
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