• 19.11.2009, 16:05:10
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"KURIER"-Kommentar von Nicholas Bukovec: "Sicherer Job ist viel wert"

Die Regierung darf beim Gehaltsfeilschen mit den Beamten knausrig sein.

Wien (OTS) - Für Gabriele Heinisch-Hosek ist es die erste echte
Bewährungsprobe als Beamtenministerin. Sie muss sich mit der
mächtigen Gewerkschaft der Staatsdiener darauf einigen, wie stark die
Beamtengehälter im kommenden Jahr steigen. Die Gewerkschaft fordert
ein ordentliches Plus und verweist auf den unerwartet hohen Abschluss
bei den Metallern (1,45 Prozent zusätzlich - obwohl die Inflation im
vergangenen Jahr deutlich geringer war und die Wirtschaft geschrumpft
ist).
Heinisch-Hosek und mit ihr die Regierung dürfen nicht nachgiebig
sein. Sie können das gut begründen. Staatsdiener haben einen
vergleichsweise sicheren Arbeitsplatz. Das ist in Zeiten wie diesen
sehr viel Wert. Das Argument der Gewerkschaft mit der "Stärkung der
Kaufkraft" ist ein schwaches und wird auch dadurch nicht besser,
dass es ständig wiederholt wird: Weil die Österreicher nicht nur
heimische Waren kaufen, fließt ein großer Teil ihres Geldes ins
Ausland und stützt die dortige Wirtschaft.
Das stärkste Argument der Beamtenministerin aber ist, dass der
Staat kein Geld hat. Er muss an allen Ecken und Enden sparen. Daher
ist die Frage der Gewerkschaft an die Regierung, wie viel Spielraum
diese hat, an dieser Stelle leicht zu beantworten: keinen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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