- 19.11.2009, 10:03:35
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Konjunkturumfrage in Wien: Der Nebel lichtet sich
Neue Umfrage zeigt: Lage der Wiener Unternehmen bessert sich - Aussichten für kommende sechs Monate deutlich positiv - Mehr als ein Viertel der Befragten will Personal einstellen
Wien (OTS) - Die Erholung der Konjunktur hält an, wie eine Umfrage
des Meinungsforschungsunternehmens EuroSearch im Auftrag der
Wirtschaftskammer Wie zeigt. Befragt wurden 350 Wiener Unternehmen
mit mehr als 20 Mitarbeitern. Demnach sind 32 Prozent mit ihrer
derzeitigen Geschäftslage zufrieden. Weitere 40 Prozent beurteilen
sie sogar gut bzw. sehr gut. "Die wirtschaftliche Entwicklung und die
Stimmung der Wiener Unternehmer haben sich deutlich verbessert. Der
Nebel lichtet sich, die Aussichten werden zunehmend besser", freut
sich Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Am
zufriedensten sind Gewerbe- und Handwerksbetriebe sowie Tourismus-
und Freizeitbetriebe. Weniger zufrieden sind Betriebe der
Transportbranche. Das eigene Unternehmen sehen die Befragten
traditionell weniger stark betroffen als die eigene Branche.****
Optimistisch ist auch die Einschätzung der Unternehmen für die
kommenden sechs Monate. Jeder dritte befragte Betrieb erwartet eine
bessere Geschäftslage, jeder zweite geht von einer gleich bleibenden
Entwicklung aus. Für die gute Stimmung ist sicherlich auch die
derzeitige Auftragslage der Befragten verantwortlich: 70 Prozent
beurteilen sie als gut bzw. ausreichend.
Gute Nachrichten gibt es auch für den Arbeitsmarkt: 90 Prozent der
Wiener Betriebe wollen ihren Personalstand in den kommenden Monaten
halten oder sogar ausbauen. Erfreulich entwickelt sich auch wieder
der Export: 43 Prozent der befragten Betriebe, die im Export tätig
sind, erwarten für sich in den nächsten drei Monaten eine
Verbesserung.
Zurückhaltend zeigen sich die Wiener Unternehmen allerdings noch bei
den Investitionen. Nur jeder Dritte will 2010 im selben Ausmaß
investieren wie heuer, 30 Prozent warten noch ab. Insbesondere für
diese Gruppe sind gezielte Investitionsförderungen und ein einfacher
Zugang zu Bankfinanzierungen ein wichtiges Entscheidungsfaktor.
"Die Maßnahmen und Pakete zur Ankurbelung der Konjunktur haben ebenso
Wirkung gezeigt wie die intensiven Bemühungen der Unternehmen, die
eigene Kostenstruktur zu hinterfragen, Prozesse zu optimieren und
neue Kundengruppen anzusprechen", sagt Jank zu den
Umfrageergebnissen. "Der Konjunkturzug rollt aber erst langsam, es
wird daher noch weitere Anstrengungen brauchen, um ihn wieder voll in
Fahrt zu bekommen." Zur Unterstützung der Wiener Unternehmer fordert
Jank daher die Senkung der Kfz-Steuer, das Ende der
Kreditvertragsgebühr und steuerliche Anreize für Investitionen in
Innovation.
Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern gelten als wichtiger
Konjunkturbarometer. Sie sind mit zahlreichen Klein- und
Kleinstbetrieben wirtschaftlich verflochten, ihre Geschäfts- und
Auftragslage ist daher ein wichtiger Richtwert für kleinere
Unternehmen.
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Rückfragehinweis:
Dr. Gary Pippan
Wirtschaftskammer Wien - Pressestelle
Tel.: (++43-1) 51450-1314
http://www.wko.at/wien
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