OTS0178 / 18.11.2009 / 12:15
/ Channel: Politik
/ Aussender: APA - Austria Presse Agentur
Stichworte:
APA / Auszeichnung / Bank Austria / CEE / Medien / Österreich
OBS0020 5 II 0047 18.Nov 09
Die APA - Austria Presse Agentur und die Bank Austria - UniCredit Group vergaben gestern, Dienstag, den "Writing for CEE"-Award 2009. Die Auszeichnung ging an "Falter"-Redakteur Florian Klenk.
- Personen: V.l.n.r.: Anton Kolarik (Bank Austria), Bärbel Bohley (Ex-DDR-Bürgerrechtlerin), Florian Klenk (Falter), Michael Lang (APA) und Ambros Kindel (APA).
- Fotograf: Thomas Preiss
- Fotocredit: APA-OTS/Preiss
- Ort: Österreich / Wien
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OBS0021 5 II 0068 18.Nov 09
Vize-Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung "Falter", Florian Klenk, wurde mit dem Journalistenpreis "Writing for CEE" 2009 ausgezeichnet. Der 36-jährige Enthüllungsjournalist erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Award für seine Reportage "Hinter dem Zaun" und schilderte in seiner Dankesrede die Zustände in einem in der Ukraine gelegenen Flüchtlingslager im slowakisch-ungarisch-ukrainischen Ländereck.
- Personen: Florian Klenk
- Fotograf: Thomas Preiss
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- Ort: Österreich / Wien
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OBS0022 5 II 0042 18.Nov 09
Preisverleihung Journalistenpreis "Writing for CEE" 2009: Die ehemalige DDR-Bürgerrechtsaktivistin Bärbel Bohley bot als Gastrednerin Einblick in die Zeit vor und nach dem "Mauerfall".
- Personen: Bärbel Bohley
- Fotograf: Thomas Preiss
- Fotocredit: APA-OTS/Preiss
- Ort: Österreich / Wien
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Utl.: APA und Bank Austria vergeben Award für Reportage über Zustände an
Schengen-Grenze zur Ukraine - Ex-DDR-Bürgerrechtlerin Bohley
als Gastrednerin =
Wien (OTS) - Der Vize-Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung
"Falter", Florian Klenk, ist am Dienstagabend in Wien mit dem
Journalistenpreis "Writing for CEE" 2009 ausgezeichnet worden. Der
36-jährige "Enthüllungsjournalist" erhielt den mit 5.000 Euro
dotierten und bereits zum sechsten Mal von der APA - Austria Presse
Agentur und der Bank Austria - UniCredit Group vergebenen Award für
eine Reportage, die in der "Berliner Zeitung" und im "Falter"
erschienen ist. Sie trägt den Titel "Hinter dem Zaun" und behandelt
die Zustände in einem in der Ukraine gelegenen Flüchtlingslager im
slowakisch-ungarisch-ukrainischen Ländereck.
Mit der Schengen-Erweiterung im Dezember 2007 sei das Problem von
Österreich "weggerückt", schreibt Klenk, "hinaus aus der 'Union des
Rechts', wie sich die EU gerne nennt. Hier fühlt sich keiner mehr
verantwortlich, die kritische europäische Öffentlichkeit blickt nur
selten her." Klenk schaute dafür umso genauer hin. Immerhin befindet
sich das mittlerweile geschlossene Flüchtlingscamp von Pavshino in
Transkarpatien nur fünf Stunden von Wien entfernt. Aber auch die
örtliche Bevölkerung hat unter jener Schengen-Grenze zu leiden, auf
deren Schutz die EU stolz ist. So seien für viele Bürger selbst
Reisen zu Begräbnissen engster Verwandter auf der anderen Seite der
Grenze nicht möglich. Klenk kritisierte dabei am Dienstagabend
insbesondere das Vergessen auf jede Verhältnismäßigkeit.
Neben dem Thema Migration mit all seinen Folgewirkungen und
Nebenerscheinungen stand der Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren im
Mittelpunkt der diesjährigen Preisverleihung. Die ehemalige
DDR-Bürgerrechtsaktivistin Bärbel Bohley erklärte als Gastrednerin,
dass die Zeit vor dem "Mauerfall" für die Bürger Osteuropas eine
"Zeit der Hoffnung" gewesen sei. Danach sei eine "Zeit der bitteren
Realität" gekommen. Daher müssten trotz oder gerade angesichts der
"Posaunenklänge" der Feiern zum 20. Jahrestag auch kritische Blicke
unter die Oberfläche erlaubt sein. Schließlich habe sie ein Gedanke
ihr Leben lang begleitet: "Aufstehen und Nein sagen."
Es seien "diese kleinen Geschichten über einzelne Schicksale, die
Europa oft einen größeren Dienst als die große Politik erweisen", hob
APA-Chefredakteur Michael Lang die Bedeutung derartiger Reportagen
hervor. Sie würden dazu beitragen, dem von Bank Austria und APA mit
dem CEE-Journalistenpreis verfolgten Ziel näher zu kommen: "Grenzen
und Vorurteile zu überwinden." Schließlich zeige Europa seine Stärke
dann, "wenn Rivalen gute Nachbarn und Nachbarn gute Freunde werden."
Auch Jurysprecher und APA-Außenpolitikchef Ambros Kindel nahm
Bezug auf die Ereignisse um den Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989.
Er bedauerte, dass sich der berechtigte Begriff "Revolution" in der
gängigen Geschichtsbetrachtung nicht niedergeschlagen habe. Vielmehr
sei der nichtssagende Begriff "Wende" haften geblieben, eine Diktion,
die auf den letzten SED-Generalsekretär Egon Krenz zurückgehe.
"Writing for CEE" setzt sich das Ziel, die journalistische
Auseinandersetzung mit Fragen der europäischen Integration zu
fördern. Mitglieder der international besetzten Jury sind der
Ex-Berater des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel,
Jiri Pehe, der slowakische Publizist Michael Berko, die
Kommunikationsberaterin Ildiko Füredi-Kolarik, der slowenische
Schriftsteller Joze Hudecek, der polnische Journalist Igor Janke, die
ungarische Radio-Journalistin Julia Varadi, die bulgarische
Schriftstellerin Janina Dragostinova, die CEE-Pressesprecherin der
Bank Austria - UniCredit Group, Silvana Lins, sowie
APA-Außenpolitik-Chef Ambros Kindel. Der Preis wird 2010 erneut
ausgeschrieben.
In die Liste der Preisträger haben sich bisher der tschechische
Journalist Lubos Palata (2004), die bulgarische Schriftstellerin
Diana Ivanova (2005), der bosnische Journalist Sefik Dautbegovic
(2006), der österreichische Schriftsteller Martin Leidenfrost (2007)
sowie die in Griechenland geborene und in Deutschland aufgewachsene
Radiojournalistin Anna Koktsidou (2008) eingetragen.
Die besten Arbeiten aus den ersten fünf Jahren "Writing for CEE"
sind in dem Sammelband "Which Road to Europe", Ambros Kindel (Hg.),
Wieser-Verlag, Klagenfurt, 2008 erschienen. Informationen sind im
Internet unter http://www.apa.at/cee-award/ abrufbar.
Rückfragehinweis:
~
Petra Haller
stv. Leiterin Marketing & Kommunikation
Tel.: +43/1/360 60-5710
Fax: +43/1/360 60-3099
petra.haller@apa.at
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