• 18.11.2009, 11:10:35
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Kapitalmarktbeauftragter Schenz bedauert Einschränkung der Wahlmöglichkeiten bei der Reform der Zukunftsvorsorge

Wien (OTS) - Kapitalmarktbeauftragter Richard Schenz unterstützt
nach wie vor die von Finanzminister Pröll ausgearbeiteten
Änderungsvorschläge bei der Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge:
"Mit den im Ministerrat beschlossenen Änderungen werden die richtigen
Lehren aus der Finanzmarktkrise gezogen und die Rahmenbedingungen für
das erfolgreiche Zukunftsvorsorgeprodukt im Interesse der Kunden
angepasst. Durch Senkung der Aktienquote und insbesondere durch
Einführung des Lebenszyklusmodells wird das Zukunftsvorsorgeprodukt
noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet".

Schenz weiter: "Leider wurde die ursprünglich vorgeschlagene
Möglichkeit für die Kunden, zwischen einer garantierten Variante und
einer garantiefreien Variante wählen zu können, die von mir
ausdrücklich unterstützt wird, nicht umgesetzt. Insbesondere bei
einer sehr langen Anspardauer kostet die Garantie viel Rendite.
Sinnvoll wäre es daher, wenn die Kunden die Möglichkeit hätten, in
der ersten Phase im Interesse einer höheren Rendite garantiefrei
anzusparen und vor der Pension in die garantierte, sichere Variante
zu wechseln."

Kapitalmarktbeauftragter Schenz abschließend: "Ich bin allerdings
verärgert, dass die garantiefreie Variante von einzelnen Stimmen als
staatlich geförderte Spekulation bezeichnet wurde, wo doch gerade das
Zukunftsvorsorgeprodukt mit nunmehr reduzierter Aktienquote von 30%
ein langfristiges, über Jahrzehnte laufendes Ansparprodukt ist. Jeder
weiß, dass langfristiges Aktiensparen nicht als Spekulation
bezeichnet werden kann und darüber hinaus die Aktienquote im Laufe
der Ansparphase gemäß dem Lebenszyklusmodell auf 25 % bzw. 15 %
fällt. Diese wichtige Produktvariante, die parallel zur
kapitalgarantierten Variante angeboten werden sollte, als
Spekulationsprodukt zu bezeichnen, zeigt von erheblicher Unkenntnis
des Kapitalmarktes. Die vielen potenziellen Zeichner der
garantiefreien Zukunftsvorsorgevariante sind nun gezwungen, die im
Laufe der Jahrzehnte anfallenden erheblichen Garantiekosten zu
tragen."

Rückfragehinweis:
Dr. Heinrich Traumüller
Büro des Beauftragten für Kapitalmarktentwicklung und Corporate Governance
Bundesministerium für Finanzen
Tel. +1 514 33-501 482

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